Winterpause, längeres Abstellen

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AlexFrühling
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Winterpause, längeres Abstellen

Beitrag von AlexFrühling » 10. Nov 2003 15:07

Hallo

Was muß man den beachten wenn man den GT in die Garage stellt für eine Winterpause?

Gruß Alex

mitsublue
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GT-Winterpause

Beitrag von mitsublue » 10. Nov 2003 15:50

GT-Winterpause

Hallo Alex und andere Überwinterer und Saisonkennzeichenfahrer,

O GT waschen, trocknen, ggf. einwachsen (v. a. müssen angetrocknete Insekten u. ä. entfernt werden)
Möglichst nach dem Waschen eine "Trockenrunde" drehen (incl. "Bremsentrocknung")

O Es sollte relativ frisches Motoröl im Motor sein

O Frostschutz im Kühlsystem überprüfen, etwas Winterzusatz in den 3 Wischwasserbehältern

O Volltanken
Gegen Kondenswasser im Tank / Kraftstoffsystem

O Vor dem Abstellen müssen die Bremsscheiben trocken sein, sonst Rostnarben

O Gegen Standplatten der Reifen
Reifen ca. 3,5 bar, auf dicke Styroporplatten (ca. 4cm dick) stellen, Sandsäckchen oder Gummiplatten gehen auch.
Alternativ: GT alle paar Wochen etwas schieben / Standposition verändern.
s. auch http://www.gt-driver.de/forum/viewtopic ... nwiege#p82

O Im Innenraum Kunststoffgefäß mit Viehsalz oder Trockenmittel aufstellen, nimmt Feuchtigkeit auf (wenn Salz feucht, wechseln)

O Seitenscheiben möglichst einen Spalt offen lassen

O Wenn abgedeckt, nicht mit Kunststoffplane o. ä , sondern z.B. Baumwollbettuch oder speziellen "car-cover"

O Batterie ca. alle 4-6 Wochen laden (oder Batteriefrischhaltegerät verwenden)

O Möglichst nicht in der Ruhepause Motor laufen lassen – Rückstände, Kondenswasser usw.

O Ab und zu bei trockenem Wetter Garage und GT lüften

O Vom nächsten GT-Frühling träumen!

Gruß
mitsublue

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icke39
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Beitrag von icke39 » 1. Mär 2007 21:09

Und sollte er draussen stehen, auf Vogelschiß kontrollieren. Aus eigener Erfahrung, tut man dem Lack dabei nen sehr guten Gefallen #-o

gruß Icke (der heute seinen aus dem Winterschlaf geholt hat)

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Sale
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Beitrag von Sale » 21. Okt 2007 14:24

Jungs, meint ihr das es sinvoll ist wenn ich jedes Wochenende meinen GT starte und ihn ein par minuten laufen lasse, damit er nicht den ganzen Winter verschläft :-D

SteirAIR
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Beitrag von SteirAIR » 21. Okt 2007 14:31

oder man baut das halbe Auto wieder um \:D/

mitsublue
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Winterruhe

Beitrag von mitsublue » 22. Okt 2007 07:54

Hallo Sale und andere Saisonfahrer,
wenn man mit „Laufen lassen“ Laufen lassen in der Garage meint:
Nicht empfehlenswert
(nicht ausreichende Betriebstemperatur, Rückstände in der Auspuffanlage, Belastung des Motoröls)

Wenn man an kurze Ausflüge (> 5km, Motor sollte auf Betriebstemperatur kommen) denkt, ist es insgesamt
empfehlenswert,
solange die Straßen trocken und v. a. salzfrei sind.

Ansonsten s. mein obiger Beitrag.

Gruß
mitsublue

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Sale
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Beitrag von Sale » 22. Okt 2007 16:53

Okay, danke Mitsublue.......dan werd ich das wohl so machen...gute Nacht mein GT \:D/

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96'Stealth
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Batterie

Beitrag von 96'Stealth » 22. Okt 2007 21:09

Muss mann die Batterie abklemmen oder bleibt diese während dem Winterschlaf angeschlossen? :-k

mitsublue
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Batterie

Beitrag von mitsublue » 23. Okt 2007 04:06

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Batterien
Zunächst mal etwas über Fahrzeugbatterien (an sich Akkumulatoren). Übliche Fahrzeugbatterien (Bleilegierungsplatten, Schwefelsäureelektrolyt) haben eine gewisse Selbstentladung. D. h. eine geladene Batterie verliert pro Tag ca. 1% ihrer Kapazität.
Eine voll geladene Batterie (was sie aber meist gar nicht ist) wäre nach ca. 3 Monaten leer. Wenn sie in diesem Zustand längere Zeit steht („Tiefentladung“), wird sie in ihrer Substanz geschädigt (Sulfatierung der Bleiplatten, mehr oder weniger, evtl. bis zum Totalausfall). Auch ein späteres Laden bringt meist mehr nicht die volle Leistungsfähigkeit.
Dieser Punkt wird übrigens bei manchen Batterietests berücksichtigt („Verhalten bei Tiefentladung“).
Außerdem geht in diesem Zustand ihre Frostbeständigkeit stark zurück, eine voll entladene Batterie kann schon bei mäßigen Minus-Temperaturen einfrieren und platzen. Außer Beschaffung einer neuen Batterie kommt es dabei meist zu Schwefelsäureschäden am Fahrzeug.

Außer der o. g. Selbstentladung kommt es bei einer eingebauten / angeschlossenen Batterie zu einer Entladung durch Verbraucher. Der GT ist diesbezüglich vergleichsweise wenig anspruchsvoll (z. B. manche „Premium-BMW“ machen da schon oft nach 3 Wochen Stillstand keinen Mucks mehr).

Es gibt jedoch Unterschiede: Mit oder ohne Alarmanlage.

GT ohne Alarmanlage haben als "heimliche" Verbraucher an sich nur die Uhr, Ruhestrom Klimaautomatik u. evtl. Radio o. ä., jedoch ist dies relativ unbedeutend. Ein solcher GT sollte bei entsprechendem Batterie- bzw. Ladezustand ca. 6 bis 8 Wochen ohne Schaden überstehen.

Bei GT mit Alarmanlage wären dies so um die 4 Wochen.

Standzeit, Laden
Wenn es um längere Standzeiten geht, gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Es kommt dabei auch auf die Rahmenbedingungen an (z. B. im Freien, Garage mit / ohne Stromanschluss usw.).

a) Batterie ausbauen und ca. alle 6 Wochen mit geringem Ladestrom (ca. 1A bis 4A) nachladen (bis voll).
(für GT ohne Alarmanlage wäre dies gleichzeitig eine „leichte“ Diebstahlsicherung)

Achtung: Radiocode u. ä. beachten!

b) Batterie eingebaut lassen und von Zeit zu Zeit (ca. alle 3 - 4 Wochen) geringem Ladestrom (ca. 1A bis 4A) nachladen (bis voll).
(günstig wenn Alarmanlage vorhanden).

Varianten zu a) u. b) :
- Batteriefrischhaltegerät verwenden (geringer dauernder Erhaltestrom)
- Normales Ladegerät über Zeitschaltuhr betreiben (z.B. täglich ca. 15min. laden)
- Solarlader (falls sonniger Stellplatz vorhanden, aber kein „Spielzeug“ kaufen)

Soweit möglich, Säurestand kontrollieren und ggf. mit dest. Wasser ergänzen. Geräte zur Batterieladung sollten über eine elektronische Regelung verfügen. Dies soll eine „Überladung“ verhindern. Diese wäre negativ, besonders bei „wartungsfreien“ Batterien ohne zugängliche Kontroll- u. Nachfüllstopfen.

Falls das Fahrzeug zugelassen ist, kann man natürlich alle paar Wochen bei trockenen, salzfreien Straßen eine „Erhaltungsfahrt“ unternehmen, hilft auch gegen anderweitige Standschäden.

„Saisonfahrer“ sollten evtl. über eine „Gelbatterie“ nachdenken. Zwar teurer (und pro Ah relativ schwer), aber geringe Selbstentladung (ca. 0,15%/Tag), weniger empfindlich gegen Tiefentladung, längere Lebensdauer, kompakte Baumaße, auslaufsicher, „frei“ montierbar.
.

rossi
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Beitrag von rossi » 23. Okt 2007 19:43

Servus Mitsublue

Wenn ich die Batterie ausbaue, hat das irgendwelche Folgen für die Elektronik , oder muss ich im Frühjahr beim Einbau etwas beachten.

Grüsse Rossi

mitsublue
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Batterieausbau

Beitrag von mitsublue » 24. Okt 2007 00:35

Nichts Besonderes .
Da es ein Reset für die ECU ist, kann es evtl.sein , daß der GT anfangs minimal anders läuft (was man vermutlich kaum spürt).

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Interceptor
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Beitrag von Interceptor » 24. Okt 2007 07:07

Weiß jetzt nicht wie sich das beim Gen. 2 verhält, aber beim Gen. 1 kann es sein, dass wenn die Batterie abgeklemmt wird, dass das Fahrzeug eine zeitlang kein Standgas hat, solange bis sich die ECU wieder selbst einstellt. Dann muss man halt solange im Rallyestil an eine Kreuzung fahren (Rechter Fuß auf der Bremse und die Ferse auf dem Gaspedal 8-[ )

Tiberius
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Beitrag von Tiberius » 24. Okt 2007 08:19

Kann ich nicht bestätigen. Meine Kupplungsaktion hatte über 3 Wochen gedauert in denen die Batterie ab war (im Januar / Februar!) und der Motor ist danach sofort und ohne Probleme angesprungen.

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