Fahrwerk verbessern..

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SteirAIR
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Fahrwerk verbessern..

Beitrag von SteirAIR » 1. Dez 2010 13:21

Es gibt ja schon 100 Freds wie man die Motorleistung erhöht,
viele um Bremserei. Aber sehr wenige wo es wirlich darum geht
das Fahrwerk des GTs zu verbessern.

Könnte ein interessanter Threat werden *-).

Wie gesagt, ich werde das 4WS wegbauen, ein KW Gewindefahrwerk verbauen, und möchte
die Spiele in den Buchsen etc. verbessern. Oder ist das überhaupt kein Thema für die GT Driver....

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Interceptor
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Re: Fahrwerk verbessern..

Beitrag von Interceptor » 1. Dez 2010 13:47

Weiß nicht, aber ich finde das Originalfahrwerk schon als gewisses Sahnestückchen am GT. Im Tourmodus angenehm und im Sportmodus nicht übertrieben Straff. O.k. etwas tiefer könnter mein GT schon liegen, wegen der großen Radhausausschnitte.

Auf das 4WS möchte ich keinefalls verzichten. An einer anderen Stelle im Forum hatte ich das schon geschrieben:
Was mir kurz nachdem ich den GT erworben hab - bedingt durch ein starkes Richtungmanöver auf der Autobahn - sehr angehem [...] aufgefallen ist, dass die Allradlenkung durchaus ihren Nutzen hat.
Bei hoher Geschwindigkeit mußte ich einen sehr schnellen Spurwechsel vornehmen, da ein relativ langsam fahrendes Fahrzeug kurz vor meinem GT einfach (ohne Vorwarnung, ohne Blinken) auf meine Spur gewechselt hat. Ich war super überrascht, wie Spurstabil der GT geblieben war. Mittlerweile nach ein paar 100TKM mit dem GT fällt mir das nicht mehr auf .... die Gewohnheit halt.

mitsublue
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Re: Fahrwerk verbessern..

Beitrag von mitsublue » 1. Dez 2010 14:08

Verbessern
:-k

Da geht es schon los
- schneller
- direkter
- gutmütiger
- komfortabler
- in engen Kurven
- auf ebener Bahn
- Untersteuern, Übersteuern, neutral
- auf kurvigen, üblen Landstrassen
- auf schneller Autobahn
- rallyemässiger Einsatz
- Schlechtwetter
- stärkere Karosseriebelastung
- moderne ebene Rennstrecke (z. B. Hockenheim)
- Rennstrecke a la mäßige Landstrasse (z. B. Nordschleife)
- Reifenverschleiß
- Ricertreff vor der Disco
oder….? :-k

Alles zusammen geht nicht :cry: .
Verbesserung gewisser Eigenschaften bringt grundsätzlich eine anderweitige Verschlechterung.

Also, was soll es v. a. sein?

Und je härter und tiefer, desto besser – das kann man gleich vergessen. Was aber manche immer noch glauben (z. B. bei diesem Super-GT aus Norwegen – wohl ohne Federweg).
Diese Erfahrung überrascht manchmal auch Fachleute, wenn z. B. ein Porsche 911 in weicher Abstimmung auf der Nordschleife schneller und gutmütiger ist als die harte Variante.

Auf jeden Fall beginnt und endet und ein vernünftiges Fahrwerk mit sportlichen Spitzenreifen.
Ansonsten bekommt man die positiven Eigenschaften eines Fahrwerks nicht auf die Strasse.

Nicht umsonst fahren da die namhaften Fahrzeughersteller tausende von Teststunden.
Am Ende sind dann bei ca. 90% der schnellen Sportwagen serienmäßig Michelin oder Pirelli drauf (und leider kein Falken, Nankang oder gar Shen Kong). Ist nun mal so 8-[

P.S.
Ich habe mich seit Jahren mit dem Thema beschäftigt und schon 5 Fahrwerksvarianten im GT gefahren (und etliche Rädersätze) – hat alles seine Vor- und Nachteile.

SteirAIR
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Re: Fahrwerk verbessern..

Beitrag von SteirAIR » 1. Dez 2010 14:15

Naja, dann schaust mal bei japanischen Tests, da fahren dann halt andere Reifen wie
z.b. bei uns in Europa.

Verbessern würde für mich bedeuten das Fahrwerk für schnellere Ausfahrten zu optimieren.
Vor allem das untersteuern (was aber Fahrwerkstechnisch nicht so ein Problem ist), das
Wanken bei schnellen Wechselkurven, die Bremsen im allgemeinen. Spiele beseitigen,
ansprechverhalten und Reaktion verbessern.

Das dann natürlich die Urlaubsfahrt nach Italien weniger Angenehm wird liegt in der Natur der Sache.

mitsublue
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Re: Fahrwerk verbessern..

Beitrag von mitsublue » 1. Dez 2010 15:23

Naja, dann schaust mal bei japanischen Tests, da fahren dann halt andere Reifen wie
z.b. bei uns in Europa.

Da haben dann wohl Entwickler von Ferrari, Lambo, Porsche, Koenigsegg, Bugatti und Co. wohl noch Nachholbedarf (werd denen mal einen Geheimtipp zukommen lassen O:) ).

Verbessern würde für mich bedeuten das Fahrwerk für schnellere Ausfahrten zu optimieren.
Vor allem das untersteuern (was aber Fahrwerkstechnisch nicht so ein Problem ist), das
Wanken bei schnellen Wechselkurven, die Bremsen im allgemeinen. Spiele beseitigen,
ansprechverhalten und Reaktion verbessern.


...das untersteuern
Würde mich auch stören. Diesbezüglich geht es natürlich mit hinten breiteren Felgen/Reifen in die falsche Richtung.

Auch das Fahrverhalten nicht fördernd sind die kleinen ET vorne (wg. Breitbau), bringt Unruhe in die Lenkung (Spurrillen, Bremsverhalten usw).

Was sich empfiehlt (um o. g. Vorstellungen näher zu kommen):

- KW3 ist schon mal gut hinsichtlich sportlichem Fahrverhalten, v. a. auf kurvenreichen Strecken (dürfen auch uneben sein). Komfort verschlechtert sich insgesamt etwas, aber weniger wg. der „Härte“, sondern wg. der höheren Schwingzahlen (v. a. durch kleinere Federdurchmesser). Dadurch kommt es v. a. auf unebenen Autobahnstrecken zu unruhigeren Schwingverhalten, im Extremfall Neigung zum „Durchschwingen“ (z. B. größere Bodenwelle bei 200km/h). Fahrverhalten und Komfort bei kleineren Unebenheiten (z.B. Kopfsteinpflaster, Asphaltflickwerk) ist übrigens recht gut (ähnlich Serie Tour, ich finde es sogar etwas angenehmer). Keinerlei Fw.-Geräusche. Größere Schlaglöcher u. ä. sind schon unangenehm.
Insgesamt derzeit wohl der beste Kompromiss unter sportlichen Aspekten. Mann kann ja viel einstellen und ggf. auch andere Federraten fahren.
Für GT-artgemäßen Betrieb auf Langstrecke (v. a. wenn schlechtere Oberfächen) finde ich (neuwertige) Seriendämpfer mit Vogtland-Federn angenehmer und sinnvoller.

- Tendenziell hinten evtl. eher etwas straffere Federn (gegen Untersteuern) oder Stabi (s. u.)

- Reifen mit direkter Lenkansprache, hoher Lenkpräzision und kleinen Schräglaufwinkeln (können zeitmäßig z. B. mehr bringen als ein anderes Fahrwerk).
Verringert auch etwas das Untersteuern.

- Positiv hinsichtlich des oben gewünschten Fahrverhalten sind Reifen mit kleinem Querschnittsverhältnis (z. B. 35er)

- Felgen leicht bis mittelschwer (nicht extrem leicht), Reifen möglichst leicht

- (nur) hinten einen dickeren Stabilisator, Gibt es (incl. strafferer Buchsen) z. B. bei 3SX. Liegt bei mir schon seit längerem im Keller (ist leider größerer Einbauaufwand). Wenn man zwecks Ausbau AWS sowieso den hinteren Achsschemel absenkt, würde sich die Stabi-Montage anbieten.

- Gummibuchsen im Fahrwerksbereich erneuern. PU-Buchsen bringen auch noch geringfügig etwas, allerdings zu Lasten Komfort, Geräusch, Karosseriebelastung, Gutmütigkeit. Für Langstrecke also eher weniger. Empfehlenswert wären zumindest die Stabibuchsen (leider Fummelei).

- Falls schon älter, vorne neue originale Domlager. Keine Metall/Metall- Lagerungen (z. B. Uniball), bringt für ein Straßenfahrzeug mehr Nachteile (s. z. B. dein K-Sport).

- Sonstige Komponenten auf Verschleiß überprüfen und ggf. erneuern (Radlager, Spurstangenköpfe, Querlenkerkugelelemente u. ä.)

- Fahrwerkseinstellung optimieren. Etwas Vorspur vorne, vorne Sturz negativ bis Toleranzgrenze (oder noch 0,5° mehr), hinten eher weniger Sturz (gerade bei breiten Rädern).

- GFW nicht zu tief, es muss noch genügend Restfederweg vorhanden sein

- Luftdruck eher etwas mehr

Das dann natürlich die Urlaubsfahrt nach Italien weniger Angenehm wird liegt in der Natur der Sache.
Ist leider so, s. mein obiger Beitrag (bei mir ist es z. B. die Urlaubsfahrt nach Kärnten).

Mein GT mit KW3, ca. 35mm tiefer, etwas Lastverlagerung nach hinten, Michelin PS2 in 265/30-20 auf 9x20 ET 31 / ET26 fährt sich sehr direkt und geht also schon sehr flott durch die Kurven (schon ein Genuss auf glatter Bahn, Langstreckenkomfort könnte allerdings besser sein).

SteirAIR
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Re: Fahrwerk verbessern..

Beitrag von SteirAIR » 17. Dez 2010 09:56

Ich hab den Daniel von 3SX mal angeschrieben was er für ein
Paket zusammenstellen würde im Bereich Chassisverbesserung.

Tiberius
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Re: Fahrwerk verbessern..

Beitrag von Tiberius » 17. Dez 2010 10:29

Die wichtigste Maßnahme wären sicherlich dickere Stabilisatoren. Mindestens für hinten, optimalerweise rundherum.
Leider sind die einzigen Stabis für 3/s AWD Chassis die von Saner und die sind nur sehr sporadisch mal bei 3SX verfügbar. Hier wär dringend mal ne andere Bezugsquelle von nöten.

Mit vernünftigen Stabis und Domstreben sowie erneuerten Fahrwerksgelenken dürfte die halbe Miete schon erreicht sein.
Nächster Schritt wär dann sicherlich ein gutes volleinstellbares Fahrwerk.
Wenn man das alles schon hat würd ich an weitere Chassisversteifung nicht mehr viel Gedanken verschwenden. Wenn man darüber hinaus noch die Fahleistungen verbessern will muss man die Differentiale angehen. Das Chassis mittels verschweissen oder PU-Buchsen noch weiter zu versteifen bringt vermutlich nicht genug Ergebnisse im Verhältnis zum Aufwand und wirkt sich auch negativ auf den Fahrcomfort aus.
Es ist absoluter Quatsch die hunderte Euros für ein bißchen Polyurethan zu investieren aber das offene Frontdifferential noch drin zu lassen wo es ein Torsen LSD für den gleichen Preis wie das PU gibt.

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