Wirkungsweise der Ladedruckerhöhung von Winter?

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Skystinger
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Wirkungsweise der Ladedruckerhöhung von Winter?

Beitrag von Skystinger » 16. Mär 2015 15:23

Hi ich hab mich mal aus eigenen interesse informieren wollen wie Herr Winter seinen GT´s zu mehr Ladedruck verholfen hat.
Bin leider im WWW und in der Forumsuche nicht wirklich schlauer geworden...

Die grobe Funktion der Ladedruckregelung ist schon klar...
Ladedruck baut sich auf - Ereicht Grenzwerte - Druckdosen öffnen Bypass - Ladedruck hält sich

Herr Winter arbeitet meines Wissens nach nur mit einer Verjüngung in der Steuerleitung aber wie erreicht man da die erhöhung?
Der druck vor den Druckdosen baut sich zwar langsamer auf aber der Effekt wäre doch nicht von dauer...
Sobald sich alles hinter der Verjüngung gefüllt hätte würden die Druckdosen doch verspätet genauso weit öffnen wie ohne Verjüngung.
Der ladedruck hinter der Verjüngen steigt doch verzögert auf den selben Wert wie davor???
Es ist ja nicht so wie bei einem Dampfrad wo Druck aus der Steuerleitung entnommen wird um das öffnen der Druckdosen zu verhindern.

Wo ist mein denkfehler? ](*,)
Könnte mir das einer Erklären?
Vielen Dank

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Interceptor
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Re: Wirkungsweise der Ladedruckerhöhung von Winter?

Beitrag von Interceptor » 16. Mär 2015 20:06

Skystinger hat geschrieben:Herr Winter arbeitet meines Wissens nach nur mit einer Verjüngung in der Steuerleitung aber wie erreicht man da die erhöhung?
...
Wo ist mein denkfehler? ](*,)
Nicht nur mit einer Verjüngung der Steuerleitung - gleichzeitig wird beim Winter-Tuning an dieser Verjüngungsstelle das Stocksoleonid-Ventil (Ladedruckregelventil) eliminiert, bzw. dadurch ersetzt, d.b. dass permanent ein gewisser Steuerdruck entweicht, dadurch öffnen die Wastegateventile später und ein höherer Ladedruck wird aufgebaut. Je höher der Ladedruck dann wird umso mehr Steuerdruck liegt dann auf der Steuerleitung und begrenzt dann irgendwann den Ladedruck durch öffnen der Wastegateventile. Das Winterröhrchen ist eher eine "grobschlächtigte" Methode den Ladedruck zu regeln - aber funktioniert O:) Ohne Winterröhrchen und ohne das Soleonid-Ventil würde ansonsten der Ladedruck bis zum Overboost steigen - das Winterröhrchen sorgt also dafür, dass wenigstens irgendwann ein gewisser Druck auf der Steuerleitung aufgebaut werden kann.

Skystinger
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Re: Wirkungsweise der Ladedruckerhöhung von Winter?

Beitrag von Skystinger » 16. Mär 2015 20:58

Ich dachte das das Rörchen ziemlich genau da sitzt (Funktionel gesehen) wo früher das Regelventil saß...

Sprich Orginal:
Ansaugbrücke zu Regelventil, Regelventil zu H-Verbinder und H-Verbinder zu Druckdosen Blowoff etc...

Verstehe ich das richtig das das Rörchen also eine Verjüngung ins freie ist und nur die Luft die es da nicht durch schaft an die Wastegates geht?

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sbrunthaler
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Re: Wirkungsweise der Ladedruckerhöhung von Winter?

Beitrag von sbrunthaler » 16. Mär 2015 22:33

Genau, es ist sozusagen eine nicht verstellbare Version eines "Bleeder" Ventils.

Gruss
Stefan B.

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Re: Wirkungsweise der Ladedruckerhöhung von Winter?

Beitrag von Skystinger » 17. Mär 2015 15:17

Krass...

wirkt echt fast etwas gepfuscht aber ist ja vom Fachmann. :lol:
Andere Federn in der Druckdose wären meiner meinung nach sauberer für den gleichen Effekt. :-"
und man würde nicht wertvollen Ladedruck ins freie leiten...

ich seh ja bei mir das es vom Rörchen zum H-Verteiler geht.
Wo genau wird den der Steuerdruck rausgelassen.
da muss doch irgenwo vom H Verteiler ein Schlauch ins freie gehen...
Wenn ich diesen Punkt verschließe und den Druck so nicht ablasse müssten die Druckdosen ja schon da das Regelventil
nicht mehr drin ist bei bei 0,45 Bar öffnen statt 0,65 Serie?!
So ließe sich die Leistung doch super eindrosseln wenn man den Wagen mal aus der Hand geben muss. :-k

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eagledriver
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Re: Wirkungsweise der Ladedruckerhöhung von Winter?

Beitrag von eagledriver » 17. Mär 2015 19:24

Skystinger hat geschrieben:Krass...


Wenn ich diesen Punkt verschließe und den Druck so nicht ablasse müssten die Druckdosen ja schon da das Regelventil
nicht mehr drin ist bei bei 0,45 Bar öffnen statt 0,65 Serie?!
So ließe sich die Leistung doch super eindrosseln wenn man den Wagen mal aus der Hand geben muss. :-k
weil es gerade so schön passt:
ich übergebe ( ob Schwager, oder dem Herrn vomTÜ...) mein Auto immer so:

Bild
(natürlich sind die vorgeschriebenen 0,65 bar eingestellt)

nachher ist es dann wieder so

Bild
:oops:

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sbrunthaler
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Re: Wirkungsweise der Ladedruckerhöhung von Winter?

Beitrag von sbrunthaler » 17. Mär 2015 20:42

Da ich keinen Winter-GT habe, kann ich nicht genau sagen, wie das Röhrchen arbeitet. Aber wenn es das OEM Ventil ersetzt, dann ist es ein Bleeder.

M.E. sind die Leitungn am H-Verteiler wie folgt:

A: 2x Wastegate (Output)
B: 1x Intake (Input)
C: 1x zum OEM-Ventil und von dort zurück in den Vor-Turbo-Intake (Bleeder)

Ersetzt Du also das OEM Ventil durch ein dünnes Röhrchen, dann eliminirst Du die Ladedruck-Steuerung der ECU und kannst ausserdem den LD erhöhen, weil die Wastegates weniger Druck kriegen.

Bessere Variante: C zumachen und in B ein verstellbares Kugel-Feder Ventil als Drossel einsetzen. Dann kannst Du den durchkommenden Restdruck einstellen. Natürlich musst Du dann eine LD-Anzeige verbauen, damit Du im ungefährlichen Bereich bleibst.

Noch besser: Du installierst das OTTEC Paket, zugelassene und moderne 400PS.

Gruss
Stefan B.

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Re: Wirkungsweise der Ladedruckerhöhung von Winter?

Beitrag von Skystinger » 17. Mär 2015 22:59

Ahhhhh #-o
Irgdwie ist der Groschen jetzt gefallen. =D>
Der Steuerdruck den man weg haben will um zu verhindern das die Wastegates öffnen lässt man nicht leer aus einem Schlauch ins Freie
sondern leitet ihn einfach durch die verjüngung vor die Turbos...
Dann ergibt das ganze jetzt auch Sinn für mich :-D

Ottec Packet kommt für mich aber nicht in frage...
erstens ist das Gutachten glaube ich nur für den Z10 gültig
und zweitens habe ich ja schon das große Winterpacket also wäre es kein großes Upgrade für 1kw mehr. 8-[

Die Frage danach wie das gemacht wird resultiert auch nicht daraus etwas verändern zu wollen ich verstehe die
Technik nur gerne die ich benutze und das Thema Aufladung und Funkionsweise des Motors ist sehr intressant.

Vielen Dank für die Antwort.


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Re: Wirkungsweise der Ladedruckerhöhung von Winter?

Beitrag von Skystinger » 16. Apr 2015 16:35

Also wollte mal etwas ergänzen...

Hab heute mal alles an Steuerleitungsschläuchen überprüft was man so erreichen kann ob ich jetzt anfang der Saison was wechseln muss.
Dabei hatte ich auch mal das Rörchen von Winter drausen...
Und als Spielkind natürlich auch mal durchgeblassen was es so drosselt...

Ergebniss: NICHTS!
Der wiederstand durch einen leeren Druckschlauch zu pusten ist fast grösser. :-"

Also Interesse war geweckt.
Wetter auch gut.
Gehen wir der Sache auf den Grund.

Fakt:
Druck kommt von der Y Pipe
geht auf H Verteiler
von da 2 mal auf Wastegate
und einmal aufs Rörchen und von da diekekt vor den Hinteren Turbo
(Sprich Ansaugtrakt nach LMM)
Rörchen ersetzt also wie geahnt das Regelventil aber wenn das rörchen nicht drosselt wie kann es sein
das mir der Druck nicht durch die Decke geht??? #-o

Zeit für einen Test...
Verbindung vom H-Verteiler aufs Rörchen und von da ins freie,
und die andere Seite verschlossen.
(wenn das Rörchen wirklich drosselt dan müsste alles noch wie normal funktionieren)
Druck geht halt (gedrosselt durch Rörchen) nicht in den Ansaugtrakt sondern ins Freie

Und jetzt eine Testfahrt (Warmfahren versteht sich von selbst)
100kmh 4 Welle und aufs Gas...
Ladedruck ist bis 0,5Bar langsam angestiegen dan Schlagartig bis 1,2 explodiert wo ich das Gaspedal gerade noch schnell Lupfen konnte.
(Keine Ahnung wo ende gewesen wäre, ich wollte es auch nicht rausfinden)

Also Heim zur Analyse

Jetzt mal den Schlauch der vor den Turbo geht angeschaut
irgenwo muss ja nach dem rörchen doch gedrosselt werden
Optisch Sieht man wie er direkt in den Ansaugtrakt geht.

Also was macht man...
Tief Luft holen und rein in den Schlauch!!!

und siehe da...
Es ist unglaublich schwer in den Schlauch zu pussten und es muss ein sehr grosser Wiederstand überwunden werden.
Also muss Herr Winter doch irgenwo da eine Reduzierung versteckt haben... (Aber nicht das Rörchen)
Mann sieht genauch wie der Schlauch an den Anschluss der Frischluftseite des Turbos geht und von da gibt es nicht was stören könnte beim Pusten.
Ich müsste Problemmlos direkt durch den LMM in den Luftfilter nach ausen Pusten können.

Weis da jemand mehr drüber?
Alles was man ließt ist immer nur das das Rörchen die Reduzierung ist aber dem würde ich nach meinem jetzigen
Wissensstand wiedersprechen.
Konnte es aber leider nicht in der Hofeinfahrt noch weiter zerlegen.
Vieleicht weiss es auch jemand besser! 8-[

Jetzt könnte man doch sogar eine Bleeder Ventil anstatt des Rörchens nehmen und eine Seite verschließen...
dann Könnte man den Ladedruck zwischen einer leichten Materialschonenden Softladung 0,45Bar (Wastegates öffen sofort)
und Winter Ladedruck 0,9Bar regeln.

Das könnte man auch anderst aber der Vorteil...
Solange die Drossel danach sitzt kann man den Ladedruck von Winter nicht versehendlich erhöhen oder es übertreiben.

Würde mich über etwas Feedback oder ein paar Ergänzungen freuen.

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Re: Wirkungsweise der Ladedruckerhöhung von Winter?

Beitrag von Skystinger » 16. Apr 2015 18:35

So Geheimnis ist gelüftet...
beim Wiederzusammenbauen in den Orginalzustand ist mir aufgefallen das der Schlauch runter zum Turbo einen
kleinen Tumor hat...
ca 1cm nach dem Röhrchen...
das wird dan wohl die von mir vermiste Reduzierung sein... \:D/

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