anfertigung einer ladeluftkühler beneblungsanlage

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sbrunthaler
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Re: anfertigung einer ladeluftkühler beneblungsanlage

Beitrag von sbrunthaler » 7. Jun 2012 21:10

Bei Fahrtwind ist es im Motorraum nicht so warm wie man denken könnte, irgendwer hat das auch mal vermessen.
Der rechte LLK ist direkt in dem Bereich, über dem sich das ABS-Modul befindet, d.h. wenn Du von dort Luft ansaugst, ist die schon vom LLK vorgewärmt.

Ich würde lieber ein Luftleitblech neben die LLK jeweils auf der Innenseite setzen, das den Frischluftstrom durch den LLK "zwingt". Ich kann es Dir nicht vorrechnen, aber der Wirkungsgrad der LLK gleicht eine eventuell höhere Ansaugluft-Temperatur mehr als aus, meine ich.

Grüsse,
Stefan B.

mitsublue
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Motorraumdurchlüftung u. ä.

Beitrag von mitsublue » 8. Jun 2012 11:17

Thema Motorraumtemparaturen / Luftführung u. ä. s.
http://www.gt-driver.de/forum/viewtopic ... elig#p6325

Bei meinem GT habe ich
- Eine Warmluftabschirmung welche zum übrigen Motorraum weitgehend abschließt (auch nach oben, zus. Blech an der Haube).
- Einen zusätzlichen Ausschnitt für die Luftzuführung zum Filter, in der Kunststoffabdeckung seitlich vor dem Kühler (Kühlermaul Filterseite).
Fotos davon habe ich hier leider keine (ist auch schon 10 Jahre her).

_unerziehbar_
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Re: anfertigung einer ladeluftkühler beneblungsanlage

Beitrag von _unerziehbar_ » 8. Jun 2012 13:44

mitsublue ich weiss welche abdeckung du meinst..man kommt aber suboptimal dran...außer stoßstange entfernen.

also ist der luftfilterkasten und dessen ansaugung an sich schon optimal, brauch da nix ändern, sondern nur die zuführung zum kasten verbessern.

ich werde mir wie schon beschreiben ein 2 temperaturen zusatzinstrument einbauen und einen direkt in den luftfilterkasten setzten ud den anderen sensor in die y pipe vor die drosselklappe.

ich hoffe die positionen der sensoren sind in ordnung?

@ mitsublue:

da du mir ja den lik mit deinem thread über motortemp. gegeben hast, kann ich bei mir dann einigermaßen temperaturen vergleichen und messen.

danke euch, echt super forum

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Otti.99
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Re: anfertigung einer ladeluftkühler beneblungsanlage

Beitrag von Otti.99 » 8. Jun 2012 22:22

irgendwer hat das auch mal vermessen.
Es gibt einen Beitrag von mir mit geloggten Daten: ein Temp.-Sensor im Luftfilter, ein Sensor in der Y-Pipe direkt vor der Drosselklappe, beide mit sehr schnellen Thermoelementen gemessen.
Den Beitrag finde ich nicht, die Daten hab ich aber noch. Sind genau 1 Jahr alt.

Gruß, Otti

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icke39
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Re: anfertigung einer ladeluftkühler beneblungsanlage

Beitrag von icke39 » 9. Jun 2012 00:02

Effektiver ist ein Ventilator hinter den LLKs der die Luft mit einer höheren Geschwindigkeit ansaugt, also sie durch den Fahrtwind vorn Reinkommt.

Bei der Wärmeübertragung ist weder Wärmeleitung der Luft noch des Wassers entscheidend, oder Wärmespeicherung. Einzig das Metall des LLK brauch einen guten Wärmeleitkoeffizient, damit die Wärme der Ladeluft gut an die Außenluft übertragen werden kann. Verdampfungsenthalpie sollte bei den Temperaturen übrigens keine Rolle spielen.

Was wichtig ist ist der Wärmeübergangskoeffizient ALPHA. Die Thermodynamische Bezeichnung dieses Prozesses ist der konvektive Wärmeübergang. (Erzwungener Übergang)
Wie man sich aufgrund dessen nun vorstellen kann, ist die wichtigste Einflußgröße auf den Wärmeübergangskoeffizient die Geschwindigkeit. Je höher die Geschwindigkeit des vorbeiströmenden Fluids (Fahrtwind) desto höher der Wärmeübergangskoeffizient und damit die abgegebene spezifische Wärme. --> Ventilator der Luft durch die LLKs saugt

Rein technisch gesehen ist der ganze Prozess ein Wärmedurchgang von einem Fluid in ein anderes Fluid durch eine Wand. Dieser spaltet sich auf in den Wärmeübergang 1 von der LLK-Luft auf das ALU, dann Wärmeleitung der LLK Rohrwand (ALU) und schließlich wieder Wärmeübergang 2 vom ALU auf den Fahrtwind. Hierbei spielt zum einen der Wärmeübergangswiderstand (Kehrwert vom Wärmübergangskoeffizienten ALPHA) und der Wärmedurchgangswiderstand (Kehrwert vom Wärmeleitkoeffizient LAMBDA) die entscheidende Rolle. Je kleiner, desto höher der Wärmestrom, desto höher die Temperaturdifferenz. Da es sich um einen erzwungenen Wärmeübergang handelt, muss Arbeit zugeführt werden. Dies ist die kinetische Energie der Kühlluft (Fahrtwind) oder die Leistung des Ventilators. Je schneller du fährst, des besser die Kühlung. Klingt logisch oder?

Wenn du jetzt aber bei der Fahrt einen feinen Wassernebel draufsprüst, bremsen diese bei hohen Geschindigkeit die Luftmoleküle ab, somit weniger kinetische Energie, somit weniger Kühlung, da der Wärmeübergangkoeffizient kleiner wird. Im Stand mag das funktionieren, das hat dann auch mit Verdampfung zu tun, aber das macht paar Grad aus. Da ist die normale Kühlung im Stand durch freie Konvektion genauso effektiv. (Große Fläche!, die generell wichtig ist)
Wenn du also bei hohen Geschwindigkeiten Wasssernebel auf die LLKs sprühst, kann das unter Umständen sogar zu einer verschlechterten Kühlung führen. Zudem haben Wassertropfen die sehr schnell sind (z.B. >100km/h) eine erosive Wirkung und machen dir die LLKs kaputt, früher oder später.

Mit Wasser denke ich bekommst du keine 10°C hin. Das System der Ventilatoren ist schon in einem GT verbaut und funktioniert wohl sehr gut. Es wurden Lüfter eines Motorrades verbaut. :?

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sbrunthaler
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Re: anfertigung einer ladeluftkühler beneblungsanlage

Beitrag von sbrunthaler » 9. Jun 2012 08:26

Zum Ventilator: Der wird über 60 km/h eher zur Bremse. Die Konstruktion aus dem "Frosch" würde ich nicht übernehmen.

Gruss
Stefan

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Re: anfertigung einer ladeluftkühler beneblungsanlage

Beitrag von Detonator » 9. Jun 2012 08:37

soweit ich weiß haben die Fahrzeuge der WRC alle eine zusätzliche Wasserbesprühung der Ladeluftkühler.. somit würde ich nicht sagen das es "nichts" bringt..

ein auszug aus der Pressemappe des Skoda Fabia WRC (300PS):

Um die maximale Leistung des Motors auch bei extremen klimatischen Bedingungen halten zu können, wird der Ladeluftkühler mit Wasser besprüht. Durch das Verdampfen des Wassers an der Oberfläche des Kühlers wird die Temperatur der in den Motor geführten Luft nochmals abgesenkt, wodurch die Motorhöchstleistung erhalten bleibt. Für diesen Zweck ist im Fahrzeug ein Tank mit 20 Liter Wasser untergebracht.

...

Ich denke Ladelufttemperaturen um die 100° sind bei getunten 3000GTs keine seltenheit.. vorallem im Sommer (30°+) spürt man einen Leistungsverlust deutlich!

Bei Serienautos ist die Alltagstauglichkeit allerdings nicht gegeben.. fängt ja bereits mit dem Wasser auffüllen an..
zudem bei den Serienautos (WRX STI / EVO) nur per manueller Handbetätigung, somit auf z.b. einer Rennstrecke kaum praxistauglich..

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Re: anfertigung einer ladeluftkühler beneblungsanlage

Beitrag von icke39 » 9. Jun 2012 11:22

sbrunthaler hat geschrieben:Zum Ventilator: Der wird über 60 km/h eher zur Bremse. Die Konstruktion aus dem "Frosch" würde ich nicht übernehmen.

Gruss
Stefan
Das ist korrekt. Daher müsste der Ventilator mehr Luft ansaugen als vorne reinkommt. Solche kleinen Ventilatoren gibts aber nicht die diese Luftmenge stemmen können. Daher ist der Ventilator für den Stadtbetrieb. Alles andere original.

Werbeprospekte reden viel schön. Die Wasserbesprühung hat denselben Effekt wie Ventilatoren bei hohen Geschwindigkeiten: Keinen. Der Aufwand einen Ventilator einzubauen gegenüber einer Wasssersprühanlage ist aber geringer.

Ich würde beides nicht mache, sondern dafür sorgen, daß die LLK immer schön durchlässig sind, bzw. eine größere Kontaktfläche haben. (HxBXT)
Der Ventilator erhöht die Geschwindigkeit der durchströmenden Luft im Stand, simuliert sozusagen Fahrtwind. Der Sprühnebel verdampft nur, wenn überhaupt und ist weniger effektiv als erzwungene Konvektion. Sobald das Auto sich bewegt sollten beide Arten der Kühlung ihre Effektivität einbüßen. Dann ist der Fahrtwind das entscheidende (Geschw. des Autos).

Da man zwischen 0-50km/h vom GT keine Höchstleistung fordert brauch man auch nicht kühlen, das sollte geschehen wenn man Volllast fährt. Daher ist das einzig vernünftige größere LLKs um die Übertragungsfläche zu vergrößern.

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Re: anfertigung einer ladeluftkühler beneblungsanlage

Beitrag von _unerziehbar_ » 9. Jun 2012 12:07

gut, denn größere ladeluftkühler habe ich verbaut..7

ich habe auf grund euerer argumente das projekt vorerst auf eis gelegt..lach
werde erstmal mit dem einbau der temperatur anzeige anfangen und dann weiter schauen-

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Otti.99
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Re: anfertigung einer ladeluftkühler beneblungsanlage

Beitrag von Otti.99 » 10. Jun 2012 08:35

Ich bin auch davon überzeugt, die beste Lösung sind große Vollaluminum-LLK.
Während des Abremsens oder Ausrollens kühlen sich Diesen durch den noch vorhandenen Fahrtwind auf fast Umgebungstemperatur runter.
Allein die kalte Masse sollte ausreichend sein, den Sekundenbruchteil ohne Fahrtwind zu überbrücken.

BTW: Wenn ich es noch schaffe diese Woche (Foto-Upload), spätestens aber auf dem Elbetreffen, kann ich Euch die ersten größtmöglichen Vollaluminium-LLK in dt. Serienfertigung für die dt. GTs vorstellen.

Gruß, Otti

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