Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

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sbrunthaler
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Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

Beitrag von sbrunthaler » 30. Jun 2008 11:08

Hallo zusammen,

mir geht schon seit einer Weile eine Idee im Kopf rum, die ich Euch kurz vorstellen möchte.

Wenn man ein Fahrzeug für mehr Leistung verändern kann, dann sollte es doch auch möglich sein, das Fahrzeug für weniger Verbrauch und CO2 bei etwa gleichbleibender Leistung zu verändern. Beispiel: Ansaug- und Abgas-Trakt optimieren bringt höhere Effizienz, d.h. entweder mehr Leistung (und Mehrverbrauch bei Ausnutzen derselben) oder (bei zurückhaltender Fahrweise) Minderverbrauch, weil der Sprit besser ausgenutzt wird - würde mir jedenfalls logisch erscheinen.

In einer Fensehsendung (irgendein Automagazin) wurde mal versucht, eine S-Klasse derartig zu modifizieren. Das führte auch tatsächlich zu einigen Litern Minderverbrauch / 100Km, und die erfolgreichen Maßnahmen waren folgende:

1. Gewichtsreduktion
2. Motortuning, in diesem Fall Chiptuning (aber im Sinne von etwas weniger Leistung und deutlich weniger Verbrauch)
3. Fahrweise

Dazu meine Gedanken:

1. Gewichtsreduktion

Stufe 1: Alles raus aus dem Auto, was nicht dringend benötigt wird, z.B. Rücksitzbank, Kofferraumabdeckung, Notrad und allen Plunder, den man so dabei hat.
Stufe 2: GFK-Motohaube, CFK-Kardanwelle, CFK-???
Stufe 3: ???

2. Motortuning

Chiptuning "is nich" beim 3000GT, aber hier könnte man vielleicht mit einer Aftermarket-ECU Punkte machen. Das ist ja aber wohl eine grössere Operation, wenn ich die Forenbeiträge lese, und teuer obendrein. Gibt es noch andere Massnahmen, die man zum Spritsparen am Antriebs-System machen kann?

3. Fahrweise

Ich kenne mich: Wenn Leistung da ist, wird sie genutzt, auch wenn ich eigentlich sparen wollte. Deswegen fände ich einen Schalter praktisch, mit dem man zwischen "Eco" und "Sport" wählen könnte, das würde zumindest bei mir die Spardisziplin fördern.
Ansonsten ist "Fahrweise" wohl ein Thema, was jeder kennt und wozu es massig Tipps gibt, inkl. Klimaanlage aus und frühzeitiges Schalten.

Vielleicht kann man aus so einer Idee ein Projekt machen, wenn man interessierte Partner findet?

Gespannt auf Eure Ideen und Erfahrungen ist

Stefan B.

Tiberius
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Re: Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

Beitrag von Tiberius » 30. Jun 2008 13:10

Ich seh da durchaus Möglichkeiten den ein oder anderen Liter zu sparen.

Fangen wir mal an bei 1. Gewichtsreduktion:
-Sitze: Die Vordersitze beim GT sind sehr schwer, besonders der Fahresitz mit Robotik drin. Sportliche Halbschalen dürften hier einige Kilos sparen
-Rücksitzbank: Klar wer sie nicht braucht raus damit
-Notrad: Fahre ich schon lang nicht mehr spazieren da eh nicht zu den Alus passend
-Alus: ein paar Euro mehr für leichte Schmiedealus könnten sich bei hoher Kilometerleistung rechnen. Vorrechnen könnt ichs aber nicht ;-)
-Reifendruck: Je höher der Reifendruck desto geringer der Rollwiderstand
-Batterie: Im Sommer auf eine kompakte Motorradbatterie umsteigen spart ein paar Kilo
-GFK/CFG Teile: Klar spart Gewicht, bringt aber nen Haufen Ärger mit dem Onkel TÜV. Kommt ausserdem drauf an, schwere Teile sind z.B. Motorhaube und Türen. Heckklappe spart fast nichts da das Glas dort am schwersten ist.
-Bordwerkzeug: Kein Notrad=Kein Wagenheber,kein Radmutternschlüssel. Logisch, ADAC Karte wiegt nur ein paar Gramm.
-großes Sonnendach (wers hat): Glas ersetzen durch GFK/CFK-Teil. Senkt auch den Schwerpunkt

2. Motorabstimmung
-EBC kann den Ladedruck bei tankfreundlicheren 0,35 bar abriegeln. weniger geht nicht wegen Wastegates
-Aftermarket ECU lässt natürlich alle Freiheitsgrade, kostengünstiger und einfacher wäre allerdings ein->
-Wideband Lamda-controller: lässt die Veränderung der Lambda-Kennlinie zu und somit kann man die ECU zum geringeren Anfetten des Gemisches bei Boost verleiten. Muss aber mit Ladedruckbegrenzung kombiniert werden. Noch einfacher ist eine->
-Lambda-Anzeige: Die Anzeige kann als Hilfsmittel beim tankfreundlichen Fahren dienen. Vorsichtig Beschleunigen so dass das Gemischverhältnis nicht unter 13:1 fällt und schon trinkt der Bolide deutlich weniger. Das geht natürlich schon Richtung ->

3. Die Fahrweise
-dazu gibts Massenweise Tipps, am wichtigsten natürlich das schon genannte zaghafte Beschleunigenkombiniert mit gekonntem Schalten. Noch wichtiger->
-niemals bremsen wenns nicht sein muss. Wer seeeeehr Aufmerksam und vorrausscheuend fährt muss vor allem auf der Autobahn fast nicht bremsen. Jede Bremsung kostet Sprit. Setzt allerdings viel Konzentration vorraus und kann schnell anstrengend werden. Windschattenfahren sollte man eher lassen.
-nicht auskuppeln: wer denkt beim Bergabfahren auskuppeln spart Sprit, der irrt sich. Die ECU stoppt die Einspritzung fast vollständig wenn der Motor ohne Last dreht. Beim Bergabfahren den 3. Gang einlegen und Rollen lassen. Hier darf (und muss) natürlich gebremst werden.


Das waren meine Ideen. NÄCHSTER :-D

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Re: Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

Beitrag von Interceptor » 30. Jun 2008 13:45

o.k. jetzt ich O:)

Rücksitzbank: ein zu 3/4 voller Tank bringt mehr Gewichtsersparnis, als die Rücksitzbank auszubauen. :-"
Persönlich gefällt mir der GT ohne Rücksitzbank innen nicht besonders, äußerdem erhöht sich die Geräuschentwicklung im Innenraum ohne die Rücksitzbank.

[Spass] Ein abmontierter Heckscheibenwischer könnte die Aerodynamik verbessern 8) [/Spass]

Ansonsten stimme ich Tiberius zu.


... nächster :lol:

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Re: Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

Beitrag von TT » 30. Jun 2008 15:11

Hallo Stefan,

prinzipiell sind deine Überlegungen schon richtig.

Ich fürchte nur der 3000GT ist hierfür ein sehr schlecht geeignetes Objekt.

Man sollte sich zunächst einmal fragen wovon der Kraftstoff-Verbrauch beeinflusst wird:

1. Gewicht: Man kann natürlich Gewichtssparende Maßnahmen ergreifen – nur wenn da ein nennenswerter Effekt zusammen kommen soll, verändert man den Charakter des GT´s zum negativen hin. Finanziell gesehen sind GFK-Teile sowieso niemals rentabel. Die bessere Lösung ist: leichten PKW kaufen – z.B. Lotus Elise.

2. Fahrwiderstände: Der Luftwiderstand und die Reibung im Antriebsstrang sind praktisch nicht zu verändern. Man kann Reifen mit geringem Rollwiderstand (+hoher Luftdruck) und Leichtlaufmotoröl einsetzen um die Reibungsverluste dieser Teile zu verringern. Ein kleiner Einzylindermotor arbeitet natürlich auch mit einer sehr viel kleineren inneren Reibung als ein großer 6-Zylindermotor – aber das wollen wir doch wohl nicht.

3. Verbrennung im Motor: Physikalisch gesprochen beschreibt der Carnotsche Kreisprozeß eine ideale Wärmekraftmaschiene ( http://de.wikipedia.org/wiki/Carnot-Prozess ) bzw. der Otto-Kreisprozess ( http://de.wikipedia.org/wiki/Otto-Prozess ) einen Otto-Motor. Beim GT-Motor gibt es natürlich noch Verbesserungspotential – nur rechnet sich das nicht. Alle Politiker die glauben man könne den CO2-Verbrauch beliebig verringern, sollten einmal eine Nachhilfestunde in Physik spendiert bekommen. Neue Motorentwicklungen (HCCI-Motor http://de.wikipedia.org/wiki/HCCI ) nähern sich dem Carnotsche Kreisprozeß weiter an.

4. Fahrweise: Man sollte so fahren das der Motor bei hohem Wirkungsgrad betrieben wird. Bei einem Turbo-Motor ist das nicht so einfach:
Einerseits bedeutet niedrige Drehzahl = wenige Verbrennungen/min. = niedriger Verbrauch.
Andererseits arbeitet ein Turbomotor bei niedrigen Drehzahlen mit einer geringen Verdichtung = schlechter Kreisprozeß = hoher Verbrauch.
Kompromiss: mit ordentlich Ladedruck und niedriger Drehzahl kräftig beschleunigen und dann vom Gas gehen und rollen lassen.

Gruß
TT

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Re: Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

Beitrag von eagledriver » 30. Jun 2008 15:17

hallo,
nicht weil ich es gerade hinter mir habe, aber das Tieferlegen um ca 3-4cm
bringt einiges an CW Wert Verbesserung und damit Sprit-Ersparnis... sagt zumindest mein Freund der Inschinjöör, 8)
der übrigens schon seit 35 Jahren ohne Reserverad samt Werkzeug ( ca 15 kg) fährt und mir vorgerechnet hat,
damit über 500 Euro gespart zu haben :-k
An langen Ampelphasen bringt Motor aus auch ein wenig.

Gruß eagledriver

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Re: Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

Beitrag von Interceptor » 30. Jun 2008 15:42

TT hat geschrieben: ...
Andererseits arbeitet ein Turbomotor bei niedrigen Drehzahlen mit einer geringen Verdichtung = schlechter Kreisprozeß = hoher Verbrauch.
....
@TT
Bin kein Motorenbauer, aber ist das richtig? Ich dachte immer, dass Turbomotoren im Saugbereich gerade wegen der geringeren Verdichtung sparsamer sind als z.B. reine Saugmotoren. Durch die geringere Verdichtung wird doch auch weniger Energie für die jeweilige Kurbelwellenumdrehung benötigt? :-k

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Re: Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

Beitrag von TT » 30. Jun 2008 17:00

Auf die Schnelle habe ich diesen Artikel gefunden (auch ein interessantes Motorkonzept):

Das Verdichtungsverhältnis in einem Motor ergibt sich aus dem Volumen des Kolbenhubes plus dem Volumen des Verbrennungsraums dividiert durch das Volumen des Verbrennungsraums. Anders gesagt: das Verhältnis mit dem das Kraftstoff-/Luft-Gemisch im Zylinder vor der Verbrennung komprimiert wird. Das Verdichtungsverhältnis ist einer der wichtigsten Faktoren für die Effizienz, mit der ein Motor die Energie im Kraftstoff nutzen kann. Eine generelle Regel besagt, dass die Energie im Kraftstoff besser genutzt werden kann, wenn das Verdichtungsverhältnis so hoch wie möglich ist.

Siehe http://www.saabclub-rheinmain.de/svc.htm

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Re: Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

Beitrag von sbrunthaler » 30. Jun 2008 18:23

Andere Variante: TSI (http://de.wikipedia.org/wiki/TSI_(Motorentechnik))

Trick dabei: Im unteren Drehzahlbereich übernimmt ein Kompressor die Aufladung, was die niedrige Verdichtung kompensiert, und wenn genug Abgasstrom verfügbar wird, dann kommt der Turbo ins Spiel, und der Kompressor wird umgangen (hier auf der Seite von VW weiter unten ein Bild http://tinyurl.com/akwfg).

Also: 3000GT mit zusätzlichem kleinem Roots-Gebläse für den Bereich bis ca. 3000 U/Min?

Grüsse,
Stefan B.

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Re: Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

Beitrag von sbrunthaler » 7. Jul 2008 09:32

Gefunden in http://www.boost4you.de/tuning_turbomotoren.html:
Japanische Turbo Motoren laufen generell sehr sehr fett. Sie laufen so fett, dass durch einfaches abmagern die Leistung gesteigert werden kann. Wenn das gesamte Motorumfeld verbessert wurde (Auspuff- und Ansaugsystem entdrosselt, Ladeluftkühlung + Innenkühlung verbessert usw.) dann steht einer Abmagerung nichts mehr im Wege. Dadurch bekommt man MEHR Leistung und SENKT den Spritverbrauch. Dieses Abmagern kann mit Hilfe eines Spritcomputers erfolgen.
Was ist denn davon in Bezug auf unsere GT's zu halten?

Grüsse,
Stefan B.

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Re: Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

Beitrag von Tiberius » 7. Jul 2008 09:58

Der Beitrag ist zwar grundsätzlich richtig, der Grund aber ein anderer.
Turbomotoren allgemein, nicht nur japanische sind so abgestimmt, dass bei Ladedruck das Gemisch angefettet wird um Motorklopfen zu verhindern. Im Saugbetrieb liegen die Gemischwerte durch die closed-loop Steuerung nah beim stöchiometrischen Ideal von 14,7:1.
Es ist wahr dass man durch Benzincomputer das Gemisch beeinflussen und auch magerer einstellen kann. Da die Benzinqualität bei uns recht hoch ist und auch die Oktanzahlen unserer Treibstoffe recht hoch sind (USA normalbenzin: 87 Oktan!), sowie extreme klimatische Bedingungen (Höhenluft, extreme Temperaturen, Luftfeuchtigkeit) eigentlich keine Rolle spielen, kann man davon ausgehen dass die Klopfneigung eher gering ist und könnte das Gemischverhältnis entsprechend optimieren.
Vergessen sollte man dabei aber nicht dass Mitsubishi auch schon an sowas gedacht hat und über den Klopfsensor die Motorsteuerung, konkret die Einspritzmenge und den Zündvorschub anpasst um die Leistung zu optimieren. Man kann aber auch davon ausgehen dass hier eher konservativ vorgegangen wurde.

Fazit: mit ensprechenden Tests und reichlich Elektronik kann man bestimmt das ein oder andere Quentchen Sprit sparen, ich glaube aber nicht dass sich der Aufwand rein aus ökonomischer Sicht lohnt. Wenn man sowieso vor hat die Leistung zu steigern und soweit kommt dass man einen Spritcomputer braucht dann sieht die Sache anders aus.
Blind irgendwelche "Optimierchips" in den Kabelbaum hängen halte ich für potentiell gefährlich! Es sind die mageren Gemische die Zündkerzen, Lambdasonden und Ventile verbrennen und Krümmer zum platzen bringen. An zuviel Sprit ist noch kein Motor kaputt gegangen.

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Re: Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

Beitrag von icke39 » 11. Dez 2009 12:33

Erfahrungsbericht Gewichtsreduzierung durch Ausbau Rückband/Notrad:

Generell schafft diese Maßnahme sehr viel Platz. Ein Golf Kombi ist dagegen ein Kleinwagen. Und es spart natürlich ein paar Kilo Gewicht. Das allerdings hat nicht nur positive Effekte. Es treten mit der Zeit auch ganz unangenehme Effekte auf.

Zu aller erst merkt man einen deutlichen Unterschied, ob man vollgetankt hat oder nicht. Bei leerem Tank rumpelt und klackert das Auto hinten (Fahrwerk) deutlich und geräuschvoll. Vor allem unebene Straßen sind ein Graus. Sind dazu noch Verschleißteile kurz vorm abnippeln (zB Radlager, Reifen) kommt von hinten eine Sinfonie der Geräusche, die einem beim Fahren ein ungutes Gefühl vermitteln. (Straßenbahnfahrgeräusch). Zusätzlich hat man den Eindruck das Auto "liegt" hinten nicht so gut auf der Straße.
Ganz anders sieht es aus, wenn man so richtig schön volltankt.

1.) Frage: Wieviel Geicht in kg ist der Unterschied zwischen voll und leer???

Auf einmal liegt das Auto wieder sehr satt und man bekommt dieses "schwere" Fahrgefühl. Das Auto wirkt ausbalanciert. Auch die Geräusche halten sich dann in Grenzen. Generell sind alle Geräusche (zB vom HA Diff und den Achsen) ganz leicht, aber spürbar gedämpft.

2.) Frage: Woran liegt das?

Mit vollem Tank ist die Gewichtsverteilung wieder relativ optimal. Ergo, um nicht alle 50km voll tanken zu müssen, ist die einzige Möglichkeit, auch vorne etwas Gewicht herauszunehmen bzw. Gewicht von vorne nach hinten schaffen (zB Batterie, die Beifahrerin... :oops: ) Da hintern 55% des Antriebes anliegen, sollte hier auch das nötige Gewicht vorhanden sein.
Was sich zusätzlich bemerkbar macht, ist die Steifigkeit der Karosse. Sie wirkt leicht tatterig (bei mir eventuell wegen der hohen km-Leistung). Hier hilft nur eine Versteifung durch Streben. Es entsteht ja auch ein sehr großer Freiraum.
Was eine weitere Gewichtsreduzierung an Effekten bringt (zB vorne, wegen der Balance) weiss ich nicht. Vielleicht hat ja jemand anderes schon weitere Erfahrungen.

3.) Frage: Verstrebungen besser verschweissen oder verschrauben??

So, das war mein kleiner Erfahrungsbericht mit ohne Rückbank/Notrad und möglichen Problemen/Vorteilen. Signifikant ist weder das eine noch das andere, jedoch spürbar wenn man viel damit fährt. Der anfängliche Nachteil des hohen Gewichtes des 3000GT entpuppt sich nach so einer Maßnahme der Reduzierung (klein), widerum doch aus fahrerischer Sicht als Vorteil, da weder das Handling noch Kurvengeschwindigkeiten sich irgendwie ändern. Die Karosse neigt sich sogar etwas mehr in Kurven. Komisches Ding das Auto... ;-)

Dies ist rein subjektives Empfinden.

Gruß
Falko

P.S. einen Rückgang der Benzinkosten/des Verbauchs konnte ich überhaupt nicht feststellen. 8-[

3000 GT

Re: Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

Beitrag von 3000 GT » 11. Dez 2009 13:44

icke39 hat geschrieben:3.) Frage: Verstrebungen besser verschweissen oder verschrauben??
Servus Falko,

ich würde Streben nur verschrauben, denn dann können die besser die noch vorhandenen Kräfte aufnehmen - mein Schweißfachmann Max würde vermutlich zum Schweißen tendieren, jedoch könnten hier auf Dauer Materialermüdungen auftreten (Schweißnähte von Max reißen niemals - da gibt alles andere eher den Geist auf).

Glaube einmal gelesen zun haben, dass es bei verschweißten Streben TÜV-Probleme gibt.

Gruß Thomas

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Re: Tuning zur Reduzierung des Kraftstoff-Verbrauchs

Beitrag von icke39 » 11. Dez 2009 14:14

Hallo Thomas,

stimme dir da zu. Zumal verschraubte Streben, kann man notfalls ja wieder abbauen. Habe mir das überlegt, hinter den Rücksitzen so ein schräges Kreuz ( X ) reinschweissen zu lassen. Schweisser hab ich auch einen an der Hand. Praktisch als Trennung zum "Gepäckabteil". Da mein GT eh nur noch als 2-Sitzer TÜV bekommt.

Trau mich grad aber noch nicht so. :-k . Problem sind zum einen die Punkte an denen geschraubt/geschweisst werden soll. Oder doch eher ne Art 2D-Käfig als Trennwand.

ups. OffTopic, geht ja um reduzierung des Spritverbrauchs... :-#

Gruss
Falko

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