LPG - Autogas 2017

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Re: LPG - Autogas 2017

Beitrag von Enkaio » 3. Apr 2017 00:36

Und schnell wieder zurück zum LPG Teil: 8-[

Tankstutzen:
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Gasleitung zum Motor (Verdampfer):

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Re: LPG - Autogas 2017

Beitrag von Enkaio » 9. Mai 2017 10:54

Fast fertig, muss nur noch die Einspritzdüsen verbauen, Elektronik und Tank sind eingebaut.
Das ganze hat sich um 2 Monate herausgezogen, weil ich nebenbei den Unterboden komplett saniert hatte, dann die Bremsanlage komplett überholt habe, Master Zylinder, Booster gewartet, neue Flexleitungen und Verteiler.

Dann meine alte Verkabelung komplett umbauen musste da sie im "Weg" war für die LPG Anlage. Natürlich hätte ich die LPG Anlage woanderst, oder anderst einbauen können, aber das ist Leidenschaft und kein einfacher "Auftrag".

Daher, komplett die Endstufe und Radio wieder raus und dabei pakte mich das Kabelfieber. :-(
Ich setzte mir in den Kopf endlich alle überflüssig gewordenen Kabel und Stecker zu entfernen um so auch Platz zu schaffen für die neuen Kabel.

Mit angedacht war die Sicherungskästen (Motor und unter dem Fussraum) in die Mittelkonsole zu holen. Das wurde aus Zeitgründen dann nicht gemacht. Aber alles vorbereitet. Das wichtigeste dabei war das ich nun endlich alle Kabel und Stecker kenne und vorallem die Kreisläufe und alles vorbereitet habe um den doppelschlaufen Kabelsalad der sich quasi 2mal um den Motorraum dreht in Zukunft zu einem direkten Kabelstrang zusammenlegen kann. Damit sollte auch der doppelte Kabelstrang unter dem Amaturenbrett geschichte werden.

Mitsubishi war sehr pragmatisch beim Aufbau der kompletten Verkabelung. Man merkt das "aufgebaut" wurde,also immer mehr Kabel nachträglich in die Planung gekommen sind und nicht alles direkt in einem Masterplan umgesetzt. Das hat zufolge das einzelne Systeme quasi 1x um das halbe Auto verkabelt sind über die Beifahrerseite in den Motorraum an den Scheinwerfern vorbei und wieder an der Fahrerseite wieder rein (!), anstatt direkt bei der Fahrerseite 50cm in den Motorraum.....Natürlich wurde immer nebenbei ein Halterungsblech, oder ein Bautteil sofern nötig vom Flugrost befreit und neu lakiert. (Handbremse, Gangschalter etc).

Die erste Charge redundanter Leitungen.....(Ich denke das ist nun das 4fach mittlerweile geworden)
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50mm² Hauptleitung von der Batterie im Kofferraum geht nun direkt an die Lichtmaschiene (Beifahrerseite RHD) und von dieser geht ein 32mm² Kabel direkt an die 120Ampere Sicherung (Original Sicherungskasten im Motorraum) und versorgt somit das gesamte Netz und den Starter. Masse ist ebenfalls ein 50mm² direkt an die Karosserie..Die zwei Weisroten 16mm² sind nun weg ;-) Resultat: 14.9Volt bei Laufendem Motor. (Vorher 14.1Volt gemessen am Zündungsplus Radio)
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Die hälfte der Kabel ist hier nun weg.
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Offensichtlich habe ich wohl nichts falsch gemacht, alle Systeme funktionieren nach mehreren Tests und Selbstzweifeln. 8)



Kommen wir aber nun zurück zum LPG Teil.
Das Abgreifen der Einspritzdüsen Signal wird normalerweise von LPG Umbauten bei den Düsen direkt im Motorraum gemacht. Eleganter empfinde ich es direkt beim ECU zumachen, zumal ich mir spare Kabel in den Motorraum zu verlegen.

Vom Auto benötigt meine LPG Anlage, Einspritzsüen, Lambda, Nockenwellensensor. Diese wurden beim ECU abgegriffen.
Normalerweise bin ich ein Fan vom Löten, und machte mir natürlich sorgen um eventuelle Wiederstände die ich in die Leitungen einfüge. Allderings nach kurzer recherge und ausmessen der Wiederstände wurde klar das die Sensoren und Systeme von Mitsubishi mit einer großen Tolleranz gewählt wurden. So das ein paar mehr Ohm durch Löten oder Stecker nicht auffallen.

Die LPG Anlage ist nun von den Steckern verdreht verkabelt, so das ich diesebei bedarf einfach Abstecken kann und die original Leitungen sich direkt wieder zusammenstecken.
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Dann war die Frage wohin mit dem LPG-ECU. In den Motorraum wie viele Umrüster kam für mich nicht in Frage. Der ECU kann das ab, aber Elektronik hält länger bei gemäßigten Schmutz und Temperatur umgebungen.
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Der Prototyp scheint zu passen, Auf die Platte kommt dann noch der OBDII Port und derLambda Computer. Der Klima Computer ist hoch in das Amaturenbrett verschwunden. Ursprünglich sollte noch der original ECU hier direkt hin, aber die Idee habe ich vorerst verworfen. Da ich sowieso nun reichlich Platzt bei der Mittelkonsole besitze.Die Löcher in der Feuerschutzwand wo früher die Klimaanlage war kommen mir nun sehr gelegen, da ich da die Leitungen für die Gas-Einspritzdüsen legen kann und nicht über den Kotflügel gehen muss.


Hier ein Vorgeschmack auf die nächste Woche:
Düseneinbau! Günstig konnte ich eine alte Ansaugbrücke erwerben. Diese war extrem voll mit Ablagerungen (Luftfilter war nicht dicht oder das BOV hat extrem viel dreck eingeschossen, EGR). Ein Dieselbad und 2 STD schrubben und sie ist wie neu. Bereit fürs Boren und Gewindeschneiden.

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Re: LPG - Autogas 2017

Beitrag von Enkaio » 24. Mai 2017 12:24

Kurzes Update, LPG Läuft im Leerlauf. \:D/ 8)
Motor kann ohne Probleme direkt im kalten und Warmen zustand von LPG Starten. Bleibt abzuwarten ob das auch bei -10°C im Winter klappt. Aber bei 7°C Ausentemperatur klappt es erstmal.

Mehr konnte ich nocht nicht einstellen und Tunen. :-"
Beitrag für Einbau des Verdampfers und Einspritzdüsen folgt.

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Re: LPG - Autogas 2017

Beitrag von Enkaio » 25. Mai 2017 20:32

Halterungen für den Verdampfer und Sensor gebaut und alles eingebunden.
Der Verdampfer wurde in den kleinen Kühlkreislauf direkt eingebunden, noch vor dem Heizer.
Motor - Verdampfer - Heizer- Motor.

Ein warmer Verdampfer im Winter ist mir lieber als 20 Sekunden früher warmes Gebläse. Ober das Gas hinterher 40 oder 35 °C hat ist auch vernachlässigbar. Im LPG Leerlauf fällt der Verdampfer auf 71-65°C~


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Verdampfer Arbeitsdruck auf 1.40 - 1.41 Bar eingestellt. Düsen sind auf 2.7mm aufgebohrt.

Laut Einspritzdüsen Dragon BF High Flow tabelle:
2.5mm sollten es bei 1.6Bar Arbeitsdruck sein. (70HP pro Zylinder)
2.7mm sollten es bei 1.6Bar Arbeitsdruck sein. (75HP pro Zylinder)
2.9 + (3mm) Bei 1.3Bar Arbeitsdruck: /(65-70HP pro Zylinder)

Der Arbeitsdruck von 1.41 Bar ist noch ein Schätzwert - sobald ich ans einstellen komme weis ich mehr. Aber es ist kein Problem die Düsen falls nötig noch aufzubohren oder den Arbeitsdruck anzuheben / abzusenken. (Effektiv die Düsen größer oder kleiner machen).

Die zwei 3er Einspritzdüsen Rails werden von je 12mm gespeist und sind mit einer Schiene fest verschraubt.So das pro Einspritzzyklus nur eine Düse Pro Leitung "zieht".

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Leider konnte ich nicht unter 10cm Leitungslänge zwischen Düse und Einlassbohrung kommen. Momentan sind es 14.4cm . Dadurch das die Düsen den Stecker oben haben fehlen mir genau diese 0.5cm um tiefer zu gehen weil ich die Einspritzdüsen senkrecht aufstellen muss und diese dann an die Motorhaube kommen wenn sie "stehen". Denke aber nicht das dies ein Problem ist, alle Leitungen sind natürlich gleich lang, sonst hätte ich zumindest die hälfte auf 4cm länge bekommen. Die 10cm sind soewieso nur "Erfahrungswerte" bei anderen Autos und früheren Umbauten vor 15 Jahren, kann durchaus sein, das dies heute absolut keine Relevanz hat.

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Dichtigkeitsprüfung durchgeführt mit Seifenlauge und Lecksuchspray. Eine kleine Undichtigkeit am Auslassventil am Tank festgestellt. Eine Umdrehung mehr und es scheint weg.



So sieht es momentan aus. Abdeckung für die Einspritzdüsen fehlt noch, die Stromleitungen sind noch ziemlich lose, sowie diverse ander Kleinigkeiten.

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Ich bin noch am Leerlauf einstellen, kein FIAV mehr, aber den IAC wollte ich auch los werden und manuell mit BISS auf 820 U/min stellen. Wenn ich mich entschieden habe ob ich ohne IAC oder mit fahre, dann kann ich auch weiter den Leerlauf regeln, und von da an gehts ans MAP einstellen. :lol:

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Re: LPG - Autogas 2017

Beitrag von Enkaio » 31. Mai 2017 13:52

Mittlerweile habe ich meine Benzin und Gasmap etwas weiter eingestellt.. Allerdings fehlen noch diverse Bereiche wo ich mich aber frage wie ich am besten da hinkomme. Da einfach zu schnell durch den Last und Drehzahl bereich durchrutsche sodas kein Punkt gesetzt wird auf Benzin. Einfach weiter probieren...

Auch am oberen Drehzahlrand von 7300U/min war ich noch nicht. Rot = nur Benzin, Blau = nur Gas, Grün = Zeiten für beide Vorhanden.

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Hier die Zeitdifferenz von Benzin auf GAS:
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Was ich aber schon weis, 2,7mm mit 1.4Bar funktionieren nicht wenn ich jenseits von 18ms Einspritzzeit komme. Da wollen die Gasdüsen nicht wirklich kürzer einspritzen. (nur 0.2ms kürzer)

Also Arbeitsdruck am Verdampfer auf 1.51Bar angehoben Gasmap neu gestellt und ich komme auf +0.5ms was noch hinblickend auf fehlender Werte bei 19ms und 20ms Öffnungszeit mir sagt, das wird knapp. (Die Gasdüsen arbeiten 0.5ms kürzer als die Benzindüsen).

Interessant finde ich das 0.8Bar (~90% Leistung) nur 18.1-18.7ms Einspritzdüsen Zeit hat bis zu 6000 U/min (andere Maps die ich gefahren hatte) die 360Seriendüsen sind also mit ner Walbro mehr als gut unterwegs, also IDC unter 100. :-D


Wie es sich also abzeichnet werde ich wohl wirklich 1.6Bar druck benötigen bei 2.7mm Düsengröße - bzw 3mm bei 1.3Bar. Wenn ich das richtig sehe schaffen die Dragon BFHF Einspritzdüsen bis zu 6mm mechanisch- also sind eventuell nötige 3.5mm auch möglich. Sobald ich aber das gesichert habe, werde ich die Düsen entsprechend aufbohren und den Druck senken. Leerlauf ist noch kein Problem.

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Warum das mir so wichtig ist:

Es fehlt noch die Strategie für die Beschleunigung, Abgas-Temperaturen und A/F sagen mir, das das gemisch viel zu Mager ist bei Last über 70%. Ich komme auf ca 900°C bei 90% Last und 3500U/Min. Bei Benzin währe ich hier bei ca 810°C.

Das heist, entweder generell anfetten lassen mit längeren Öffnungszeiten bei Beschleunigung durch eine Adaption oder wenn das nicht hinhaut in Handarbeit die Tabelle Korregieren bzw beides Zusammen. Aber dafür braucht man ein Zeitfenster, und wenn die Gasdüsen schon 20ms haben, war es das, länger geht nicht. Daher runter mit den Gas Einspritzzeiten über "größere" Düsen.

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Die ganzen Punkte im Magerbereich müssen geglättet werden. Der 6G72 mag es ja Reichhaltig. :D

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Re: LPG - Autogas 2017

Beitrag von Enkaio » 7. Jun 2017 11:03

Da wie es sich herausstellt meine Breitbandsonde spinnt und selbst mit kalibration nicht ordentlich will, habe ich das A/F Thema voerst ruhen lassen bis Ersatz da ist und orientiere mich nur noch an der Abgass-Temperatur.

Bis dahin konnte ich etwas mehr experimentieren und konnte folgende Maßnahmen durchführen:

* Düsenauf von 2.7mm auf 3.1mm aufgebohrt.
* Arbeitsdruck Verdampfer von 1.51 Bar auf 1.15 Bar gesenkt.
* Software neu Kalibriert.
* Mixture comp (Multiplikator) auf 1.0 (Keine Veränderung) belassen.


Ergebnis:
Bei 90% Motorlast bei ca 4500 U/min von 940°C auf 850°C gefallen @0.82 BAR LD. (!)
Bei 40% Motorlast bei 3500 U/min von 830°C auf 792°C ~ gefallen, ca 20 Grad kälter als Benzin im Direktvergleich an dem Zeitpunkt.

Ich muss die GasMap neu einfahren um hier genau zu sehen wie nun die Abweichung überall ist. Grundliegend hat sich alles was auf -0.1 bis 0.0 war bei Einspritzzeiten im unteren Bereich, auf 0.1 / 0.2 verschoben (Leicht Fett). Was aber innerhalb der Tollerenz des Systems ist (max 0.5ms Einspritzzeit mehr wird empfohlen).

Hier mal ein kleiner Auszug aus der neu angefangenen MAP:

Klick für volle Größe:
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Momentan bin ich deutlich zufriedener als vorher, selbst bei 5000U/Min und 88%Last konnte ich "nur" 870°C erreichen.



Wenn die neue Gasmap komplett ist, sehe ich auch ob ich sogar auf 1.0 - oder 0.9Bar Arbeitsdruck senken kann mit den 3.1mm Düsen.
und der Leerlauf noch klappt, Falls ja probiere ich 0.8BAR.-

Falls das ebenso passtja, 3.2MM Düsen aufbohren und Druck nochmals auf den Wert 1.0 - 0.9Bar senken.



Warum das ganze rumgebohre und Arbeitsdruck absenken? Erklärung:
Das hier eingesetzte LPG System funktioniert ohne Pumpe und der "Druck" kommt nur zustande das das Flüssige LPG (Propan & Butan MIX) sich ausdehnt wenn er in den Gasförmigen Zustand übergeht. Um so weniger im Tank an Restmenge verbleibt um so weniger Druck kann noch aufgebaut werden, auch für sehr kalte Temperaturen um die 0°C bis hin zu Minusgraden will Butan sich nicht so recht ausdehnen = Kaum / Kein Druck, daher auch der hohe Propananteil, dieser will sich noch einigermaßen ausdehnen bei solchen Temperaturen aber eben nicht so gut wie bei z.B. +30°C.
Um so niedrieger der Arbeitsdruck um so länger kann man seinen Tank "Leerfahren". Das bringt zusätzliche Kilometerreichweite bis zum nächsten Tankvorgang.


Man erhöht also die Effektive Nutzbare Menge im Tank. Also als Formel gilt bei mir:
Brutto Tankgröße: 70L
80% Füllstop: 70 - 14 = 56L (Real 55.8L Laut Tanksäule bei der Erstbefülung. Das kann man maximal Tanken)
Bei 1.6Bar Arbeitsdruck konnte ich nur ca 52L Verfahren (Gezählt übers Nachtanken)
Bei 1.15 Bar Arbeitsdruck konnte ich ca 54.9L Verfahren (Gezählt übers Nachtanken)


Reichweite in Kilometer will ich noch nicht aussagen, da der Verbrauch stark vom Tunen^ abhängt und der LPG Qualität. Ich konnte noch nicht sicherstellen WAS genau ich für eine Mischung getankt hatte also 60/40 oder 40/60 Propan/Butan. Eines von beiden sollte es gewesen sein laut Schilder an der Zapfsäule....aber welches... Je mehr Butan um so besser, da Butan mehr Energiegehalt hat. Andere Fahrer berichten das sie um die 30-50km mehr Reichweite haben bei einer 40/60 Mischung.

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Re: LPG - Autogas 2017

Beitrag von Enkaio » 7. Jun 2017 14:15

Kleines Update:

Bei Blick auf die Einspritzzeiten auf der MAP hat sich eigentlich nicht viel bis sogar "nichts" verändert gegenüber den 2.7mm und 1.51Bar Einstellungen. Faktisch bin ich locker 70°C~ in einem hohen Lastbereich gefallen und konnte so mein Nutzungsbereich in ca Richtung 6000 U/Min verschieben von 4500 U/Min, auch wenn aus vorsichtsmaßnahme nur mit ~90% Last. (0.82Bar Ladedruck).

Der Verdampfer und die Düsen harmonieren besser mit wenig druck dafür mehr Duchmesser. Dadurch kommt das Gas stabiler? an den Düsen an. Die Auswertung des Logs zeigt es auch an:

1.51Bar sollten es sein (der Sensor Zeichnet aber bei Starker beschleunigung z.B. nur 1Bar auf für ein hundertstel). D.H. Das Gas konnt nicht mit gleichem Druck an den Düsen an. Der Tank war fast "leer" und man sieht eigentlich müsste ich schon einstellen das bei z.B. 1.3Bar mindestdruck das Gas abschaltet oder mit Benzin mischt (Bank2und4 Benzin, 3und 6 Gas etc..) um den Druck für die Beschleunigungszeit zu stabilisieren.


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Fazit: Düsendiameter war viel zu klein und Magerlauf bei 2.7mm und 1.51Bar angepeiltem Arbeitsdruck. Durch niedrigem Tankstand und dem LPG Mix konnten auch schon früh keine 1.51Bar gehalten werden.


Später poste ich noch eine Auswertung für die neuen Einstellungen.

STFT und LTFT ignorieren, habe kein OBD Port daher ein "Default" Wert.

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Re: LPG - Autogas 2017

Beitrag von Enkaio » 9. Jun 2017 14:50

Neue Gasmap ist fast 100% eingestellt. Wobei ich vermute ich kann noch weiter den Arbeitsdruck senken. Momentan sind 1.15Bar eingestellt.
Auch durch die defekte Weitband Lambda kann ich momentan nicht "ökonomisch" tunen sondern nähere mich den sehr fetten GTO lauf 1 zu 1 nach an.

Erste Verbrauchsangaben:
1x LPGTank getankt:
0,559 Cent /Liter
48,78 Liter Getankt
27,27 € Preis
341 KM Gefahren
14,3 Liter pro 100 KM verbrauch. (Hochtourige Testfahrten). Noch keine Fahrten richtung V-MAX.
Trifft sich also ziemlich genau mit meinen GTO Benzinverbrauchswerten bei ähnlichem Fahrprofil.

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Re: LPG - Autogas 2017

Beitrag von Enkaio » 21. Jun 2017 15:21

Etwas weiter getestet.

Grundsätzlich sinkt der Arbeitsdruck am Verdampfer während der Beschleunigung, bei mir mit meinem Komponenten und Schlauchlängen, ca maximal 0.27Bar. Die automatische Regelung gleicht das aus, einziges Problem ist, wenn man bei WOT damit an IDC 100% anstoßen würde....und das genau ist passiert als ich 0.9Bar ausprobierte.


Die Fahrten mit 0.9Bar Arbeitsdruck am Verdampfer waren mäßig erfolgreich. Offiziel kann der Verdampfer nur minimal 1.0Bar regeln, die 0.9Bar wurden auch gut gehalten im Leerlauf und leichter Beschleunigung, aber bei starker Beschleunigung sinkte der Druck bis auf sogar 0.68Bar, und so scheint es mir wird der Motor nicht gut versorgt unter WOT, Stottern und zögerliches Nachbeschleunigen nachdem das Gaspedal durchgedrückt wurde. Das Log zeigte auch an das ich bei WOT und 4000 U/Min + an IDC 100 komme da die Einspritzzeiten schon knappe 40% verlängert wurden.

Allerdings habe ich gelesen das viele (Bei anderen Verdampfern) mit x Arbeitsdruck Kalibrieren und dann etwas mehr später justieren, also z.B in meinem Fall 0.9 Bar Kalibration durchführen, dann auf 1.2Bar stellen. Das habe ich nun auch gemacht. Siehe da, beim Beschleunigen fällt der Arbeitsdruck auf 0.95Bar (!).

Nun "Trimt" zwar meine Steuerung 25% im Leerlauf und ~15% im Teillastbereich und kürzt dynamisch die Einspritzzeiten, aber da wo es drauf ankommt ist fast nichts getrimmt und ich kann frei später nachregeln um gewünschte A/F Werte zu bekommen.
Wahnsinn, das ist wohl so einer der Punkte die man einfach wissen muss, oder auf die schwere Tour herausfinden ](*,) 8)




Auch muss ich zu meiner Schande gestehen, das ich den Tank im falschen Winkel eingebaut hatte, das erklärt meine Probleme mit der Tankanzeige und maximalen Befüllmenge. Aber das war nur richtig justieren und nun klappt alles. Ich konnte nie genaue informationen zu 4 Loch Zylindertanks finden. Die werden absolut selten verbaut wie es scheint. Richtig ist auf jedenfall von oben 52° runter gedreht.

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Das bringt mich aber zur Frage ob das eventuell auch die 0.3~ Bar unterschied im Last bereich erklärt? Weil das GAS / Flüssige LPG muss nun nach oben wenn es raus will und vorher eigentlich unter "Wasser" war. Aber ich kenne mich nicht mit dem Thermischen Verhalten von LPG aus von daher kann ich nur eine Erkenntniss feststellen:

Wo vorher bei fast leerem Tank ich gefühlte 30km fahren konnte nur ohne richtig Gas zu geben, weil sonst der Druck unter den eingestellten schwellwert von 0.65Bar viel - konnte ich nach dem Drehen direkt bis zu "leer" durchfahren und Gas geben. Ob nun der Druckabfall kleiner sein wird erfahre ich in den nächsten Tagen.



Die BayWa Tankstelle hier scheint noch gutes Zeug zu verkaufen, genau sagen konnte mir das keiner, aber ich konnte heute 380km schaffen mit einem Tank.

Stay Tuned * :lol:

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Re: LPG - Autogas 2017

Beitrag von Enkaio » 28. Jun 2017 14:43

Aktueller Stand:


1.0Bar Ladedruck @4200U/Min = 834°C Abgastemperatur auf Gas. \:D/
Breitband noch immer defekt, also kein A/F Tuning....der Versand verzögert sich.

Einspritzdüsen an der Ansaugbrücke sind gebohrt auf: 3.1mm
Arbeitsdruck Verdampfer während Düsen-Kalibration: 0.92Bar
Arbeitsdruck Verdampfer fix eingestellt auf: 1.21Bar
Mixture Composition auf Faktor: 0.90
Minimum Verdampferdruck geloggt @65°C Gastemperatur: 0.84Bar
Ladedruck momentan eingestellt (100% LAST): 1.0Bar Gas (0.8Bar Benzin)

So langsam konnte ich mich die Tage an bessere (Magere) Mischungen herantasten, das ich viel zu "Fett" war, wuste ich auch ohne AF.
Mein Problem war bis jetzt, das meine Werte während der Tests mal mehr mal weniger an "idealen" Einspritzzeiten zu Benzin wahren, aber real mein Gas-Druck (Vergleichbar mit Benzindruck) stark abviel unter Last und eine Starke Autokorrektur auslöste. Das ging hin bis auf 100%IDC und Überlappung, oder zu fettes gemisch und "verschlucken", Leistungsverlust und Aussetzter bei Beschleunigung.


Mit den oberen Einstellungen, ist das Problem entkräftet. Momentan sieht es so aus:
Die Werte sind die "Berechneten Werte". d.H. Wenn der Gas-Druck wirklich 0.92Bar hätte. Tut er aber natürlich nicht durchgehend-
Man sieht hier auch wie nur auf Gas die 1.0Bar (100%) gefahren wurde.
Bild



Das heist, im unteren Bereich wird gegenüber der Map die Einspritzzeit leicht verkürtzt umd den Höheren Druck auszugleichen und nach hinten raus komme ich genau auf die Benzineinspritzzeiten und leicht länger als die Map werte da der Druck niedriger ist als die angepeilten 0.92Bar.
Also z.B. hätte ich 17.0ms Einspritzzeit, währe der Arbeitsdruck unter "Last" auf 0.8Bar gefallen würde ich nicht 0.9ms weniger Einspritzen wie in der Map, sondern entsprechend länger korregieren da der Arbeitsdruck um 0.1Bar niedriger ist, das wiederrum bedeutet das ich wie im Log zusehen fast punkt genau dort lange wo die Benzineinspritzzeit ist. Mein Düsen sind unter realbedingung perfekt dort wo sie sein sollten, nicht zu groß nicht zu klein.

@3300 U/Min leicht kürzere Einspritzzeiten bei leicht höherem Realdruck 1Bar VS map Kalibrierten 0.9Bar:
Bild

@4300 U/Min ist der Druck auf die exact kalibrierten 0.9Bar gefallen und somit sind die Einspritzzeiten PERFEKT.
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Das gibt dann die S-Linie aber weiter nach oben hin komme ich auf die selben Einspritzzeiten wie Benzin, nur mit 0.2Bar mehr Ladedruck.. \:D/
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Nächster Schritt: Bis 6000 U/min herantasten @1.0Bar (Sofern es die 9B Turbinchen halten)* 8)
Sollte die Abgas Temperatur zu hoch werden, werde ich auf meine Sonde warten um einen guten AF zu finden. Sollte es an den Einspritzzeiten scheitern weil die zu hoch werden muss ich den Arbeitsdruck am Verdampfer hochstellen und schauen das der Minimumwert unter Last nicht einezu hohe Korrektur ausführt,sollte das nichts bringen, müssen die Düsen wohl auf z.B. 3.3mm aufgebohrt werden.

Injector IDC100%~:
6000U/Min = 20ms
6500U/Min = 18.45ms~
7000U/Min = 17.15ms~
7300U/Min = 16.45ms~
7500U/Min = 16ms



AF:
Petrol 14.7:1
Diesel 14.6:1
Methanol 6.4:1
Ethanol 9:1
LPG 15.6:1 (Mix unbekannt denke 70/30) Je nach Propan & Butan gehalt also auch 5% Toleranz.

Beste Leistung Benzin (Petrol) 11.5~13.1.
10.2 A/F Werden bei dem GTO unter WOT angepeilt wegen Kühlung.

13.2 A/F auf LPG (Je nach mix Propan & Butan natürlich schwankungen.

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Re: LPG - Autogas 2017

Beitrag von Enkaio » 6. Jul 2017 15:27

Zum Thema Einspritzdüsen bei LPG:
Ich hoffe ich habe keine Rechenfehler drin.


550 cc/m Benzindüsen sind
52,4 lb/hr
33 l/h
0,55 l/min

Die LPG Dragon BF High Flow haben 250 l/min maximale Flowrate @6mm Düsenbohrung.
15000 l/h
23800 lb/hr
249900 cc/m



Energie Effizienz pro Einheit ist, LPG pures Propan im Vergleich zu 98 Benzin ist Propan: 74%, von Butan mix 81%.
Energie Dichte:
LPG propane[43] 25.3
LPG butane mix[43] 27.7
Gasoline (petrol)[43 34.2





Man muss aber bedenken LPG hat einen Ausdehungsfaktor von Flüssig zu Gasform von (Pures Prophan: 1L Flüssig = 270l Gas) (Pures Butan: 1L FLüssig = 220l Gas). 1Liter Benzin gegen (60/40mix LPG) = 162+88 = 250l GAS. Macht einen Einspritzfaktor von 250.

Um den selben Energiewert zu haben muss man also:
250l faktor 81% = 308,6L LPG (60/40) (Gasförmig) Einspitzen.


Wenn ich das richtig verstehe, muss also um auf einen Vergleichswert zu kommen, die CCM der Gasdüsen auf "GAS" umgerechnet werden da wir kein Flüssiges LPG bei mir einspritzen,

d.h.
249900 cc/m durch 308,6 = "809,7 cc/m" Einspritzdüsen?

Wobei man bedenken muss das LPG einen anderen (mageren) AFR besitzt 15,6:1 vs 14,7:1 Benzin. Das Reduziert wieder die ideale Einspritzmenge.



Jetzt muss ich ehrlich passen, aber wenn ich die Öffnung der Einspritzdüse von 6mm auf 3,1mm verenge kann ich die Flussrate entsprechend einfach um 49% reduzieren? Denke nicht, ich erinnere mich das für Benzindüsen die Bohrung definitiv nicht linear zur Flussrate verhielten. Bei Gas wird das auch nicht so sein. :lol:

Um das rauszubekommen müsste ich wohl die LPG Flussgeschwindigkeit unter 1.2Bar Druck herausbekommen, dann könnte ich auch die Flussrate berechnen..... ](*,)

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Re: LPG - Autogas 2017

Beitrag von Enkaio » 10. Jul 2017 11:30

So wollte ich das, perfekt.

Unten rum sind identische Einspritzzeiten, obenrum noch viel Luft für Später, da kürzere Einspritzzeiten.
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Obenrum natürlich leicht fett "berechnet", da ich momentan immernoch auf die Ersatzbreitbandsonde warte um echte Werte zu haben. :-(
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Hier noch ein Bild einer geloggten Testfahrt, selbst bei niedrigem realen Arbeitsdruck von 0.83 Bar gegenüber den angepeilten 0.9 - 1.2 Bar waren mit Korrektur die Einspritzzeiten kürzer als die Benzindüsen. (Lambda ignorieren, da defekt) \:D/ :p
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Re: LPG - Autogas 2017

Beitrag von Enkaio » 4. Aug 2017 10:52

Geschafft!

Mittlerweile ist nun alles offiziel eingetragen und Läuft. :-D
Abgasnorm €uro 1 (E2) bleibt.

Um eine Euro2 oder Euro3 zu erhalten müsste man ein AGG (Abgasgutachten) erstellen lassen, also auf Benzin (Sofern Bivalent) und LPG durchführen - oder nur LPG wenn man auf Monovalent umrüsted (kleiner Benzin-Tank 15l max), damit kann man dann die erreichte Abgasnorm eintragen lassen. Da die Abnahme nach §21 und R67-01 durchgeführt wurde (Komponenten frei wählbar solange diese eine R67-01 Homologation haben).

Wenn man ab Euro2 (bestimmte Nummern) eine Umrüstung durchführt, dann wrid eine AGG immer dringend benötigt. Normalerweise bekommt man diese für Geld von diversen Umrüstern aber diese gelten dann auch nur für bestimmte LPG Anlagen, man kann also nicht mehr frei die Komponenten Wählen. Alternativ eine sehr Teure AGG selbst durchführen ^ 1200€-1600€.


Was wurde noch geändert?


Meine EGT (Abgas Temperatur) konnte nochmals um 20°C-40°C reduziert werden indem ich die Einspritzung von Sequenziel auf Semi-Sequenziel umgestellt habe. Am Anfang war ich mir nicht sicher und man soll im Zweifel bei LPGTECH auf Sequenziel einstellen. Erkannt wurde auch Sequenziel was nicht verwundert da unsere Serieneinspritzung Sequenziel ist und nur unter bestimmten Situationen "Simultaneous" Gleichzeitig einspritzt.

Siehe hier:
http://www.stealth316.com/2-fuelinjection.htm#j2


Also: EGT vs Verbrauch :lol:




Eine kleine Anpassung war noch Notwendig, der Leerlauf unter LPG muss bei mindestens ca 1090 U/Min sein. Sollte dies nicht sein, wird eine Check Engine Light - CEL Code41 ausgelöst da die Benzindüsen nicht die erwarteten Volt Spitzenwerte auf der Leitung im LPG betrieb entstehen lassen (Benzin-Einspritzdüsen arbeiten dann nicht).

Bild

Da mein Ziel war nur auf LPG zu laufen auch direkt beim Starten war lpg unter 1100 U/min abzuschalten keine option für mich.
Den TPS "falsch"einstellen, war auch keine Option.
Daher wurde der Leerlauf über die LPG Steuereinheit nur für LPG angehoben.


Es fehlt noch etwas an "Leistung", da ich noch nicht zum genauen Einstellen der A/Fs gekommen bin. Allerdings läuft das System nun rund und man kann ohne bedenken im gesammten Leistungsband von 750 - 7300 u/min das Gaspedal durchdrücken, kein Zögern, kein Ruckeln. \:D/


Auf ein Flashlube system wurde bewusst verzichtet. Ein ordentliches System würde bei ca 400€ anfallen mit elektronischer Steuerung, ich werde berichten ob meine Einschätzung richtig war oder ich in 25.000 Kilometern neue Ventilsitze benötige. :lol: (Nein natürlich nicht) 8)

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