Nürburgring Nordschleife

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sbrunthaler
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Re: Nürburgring Nordschleife

Beitrag von sbrunthaler » 29. Jul 2016 17:13

Ausführliches, langes und anstrengendes Update ...

Heute waren Lothar (mit Susanne als Beifahrerin) und ich (solo) mit unseren GT's beim Trackday des DSK ("Hugo Emde Freies Fahren").

Das bedeutet:

* > 350 Fahrzeuge, die in 2 Gruppen abwechselnd für jeweils 45 Minuten auf die Strecke geschickt werden.
* Sammeln an der regulären Zufahrt für Touristenfahrten, dort stand der DSK-Truck.
* Döttinger Höhe ist geschlossen, d.h. wie bei den Touristenfahrten muss man raus, durch die Schranke und wieder rein.
* Selbstverpflgung ist angesagt, im Gegensatz zu "kommerziellen" Trackdays.
* Dafür kostet der Spass für uns als GT-Driver e.V. Mitglieder nur 225 Euronen.

Was haben wir erlebt:

* Fahrerbesprechung (oder besser Ansprache an ca. 180 Fahrer) für Gruppe eins, in der wir einsortiert waren, um 08:00 (ja, tatsächlich um 08:02 Uhr, also ziemlich pünktlich!)
* Unser erster Stint begann auch pünktlich um 09:00 Uhr. Die "Einführungsrunde" war nicht wahrnehmbar, jedenfalls hatte ich niemand, dem ich hätte hinterherfahren können, weil ich brav erstmal moderat losgefahren bin (und Lothar hinter mir ebenso).
* Der Stint endete vorzeitig in Runde 3, nachdem es schon in Runde 2 zu regnen begonnen hatte - rote Flagge nach Unfall.
* Es folgte eine Zwangspause von ca. 1,5 Stunden, weil sich nämlich gleich zu Anfang des nächsten Stints der 2. Gruppe (Strecke nass) ein Polo GTI am Ende der Fuchsröhre auf's Dach gelegt hatte. Kein Personenschaden, aber halt wieder das volle (Bergungs-) Programm.
* In dieser Zwangspause sassen die Fahrer der Gruppe 1 (also auch wir) zunächst in ihren Autos und warteten, wann sie denn wieder auf die Strecke dürften - Chaos, alle Zufahrten und Parkplätze verstopft, keine Ansage, keiner wusste Bescheid.
* Dann nach Lautsprecherdurchsage: Ausserordentliche Ansprache an die Fahrer um 12:00 Uhr mit dem Tenor "Wenn nass, dann rutscht's!" Also seid jetzt bitte alle brav. Tatsächlich ga es dann keine Unfälle mehr, soweit ich es mitbekommen habe.
* Um 12:25 begann dann unser 2. Stint. Die Strecke war jetzt eher trocken, vor allem die Linie, und die ganzen vom Warten gefrusteten Supersportler des DSK wollten die verlorene Zeit wieder reinholen. Demzufolge waren sowohl Lothar als auch ich mehr mit dem Rückspiegel beschäftigt als mit der Strecke, was den Spassfaktor erheblich reduziert hat. Siehe "Kritik" unten. Ich bin nach 3 Runden wieder raus, eine wäre vielleicht zeitlich noch gegangen, aber das war mir zu nervig. Lothar (der die Strecke vorher überhaupt nicht kannte!) ging es ähnlich.
* Um 14:35 wären wir dann wieder dran gewesen, und es hat gegossen wie aus Kübeln. Im Interesse des Schutzes des Kulturgutes 3000GT haben wir die Regentropfen abgeschüttelt und sind Kaffee trinken gegangen, bevor uns ein übermotivierter Supersportler von der Piste kickt.
* Insgesamt bin ich also für 225 Euro plus Anfahrt, Übernachtung und Sprit 6 Runden Nordschleife = 120 Km gefahren, davon 3 schnelle. Oops.

Kritik:

* Die Strecke ist sehr interessant, aber auch sehr anspruchsvoll. Man muss sie viele Male fahren und sich an die Gegebenheiten herantasten. Hinzu kommt, dass die Wetterbedingungen höchst variabel sein können, und man den Streckenzustand nicht "auf Sicht" feststellen kann, weil man viele Kurven gar nicht einsehen kann.
* Es gibt keine Auslaufzonen, man ist sofort in der Leitschiene, und das Auto ist Sondermüll, wenn man schnell unterwegs ist und die Kontrolle verliert oder angeschoben wird. Platz zum Überholen ist begrenzt. Wenn es feucht wird, ist die Ideallinie besonders glatt.
* Selbst bei roter Flagge wird zügig weiter gefahren, mit dem Ergebnis, dass man um eine Kurve kommt und vor der Unfallstelle eine Vollbremsung hinlegen darf. (Siehe tödlicher Unfall am vergangenen WE!)
* Die Orga des Trackdays durch den DSK ist verbesserungsfähig. Das Chaos mit den Parkplätzen und Warteschlangen erinnert so ein bisschen an das Ein- und Aussteigen bei Flugzeugen, bloss dass hier auch noch gleichzeitig ein- und ausgestiegen wird ](*,)
* Das Restaurant hat erst nach 12:00 Uhr aufgemacht -> Massenandrang. Ausserdem gab es nur eine eingeschränkte Karte (was aber nirgends dranstand), und man hatte irgendwie den Eindruck, dass sie es nicht nötig haben, überhaupt was anzubieten. Und bis auf die Fritten war das Essen verbesserungsfähig wie die Orga.
* Wir waren Neulinge. Deshalb haben wir extra an der EInweisung mit Streckenkunde am Vorabend teilgenommen. Erster Teil Sprechbühne, weil Beamer / Laptop nicht da, dann ein Video (Youtube) von einer 8:20er Runde mit einem GT3 (?) Fahrzeug. Sehr hilfreich.
* Es wurde angeboten, dass ein Instruktor mitfahren würde, wenn man sich nicht auskennt. Am nächsten Morgen war davon nicht mehr die Rede und kein Instruktor zu sehen.
* Die Verhaltens-Regeln, die vorgegeben wurden, lauteten sinngemäß: "Wir wollen ja alle Spass haben, die Schnellen und die Langsamen. Und keiner will sein Auto kaputtmachen. Deshalb immer nur links überholen (ausser es geht doch rechts besser :-k ), und blinken wenn man jemanden vorbeilassen will. Ab und zu mal in den Rückspiegel schauen, aber nicht zu viel, das verdirbt einem den Spass". In der Realität (s.o.) guckst Du dauernd nach hinten, weil sie Dich überholen wo sie wollen, auch wenn Du eigentlich die Linie für Dich beanspruchen könntest.
* Die Leistungsunterschiede zwischen den Fahrzeugen, aber auch zwischen den Fahrern sind einfach viel zu groß. Die Schnellen, die die NOS schon 1000mal gefahren sind, verstehen nicht, warum ein Anfänger so langsam fährt, und die Anfänger sind total gefrustet, wenn wieder so ein alter Twingo an ihnen vorbeifeuert, als gäb's kein Morgen, weil er die Strecke kennt.

Mein persönliches Fazit:

Einen DSK Trackday an der NOS werde ich nicht mehr mitmachen, das ist mit zu unsicher (Wetter), zu unzivilisiert (Verpflegung und Chaos), zu weit weg (650 Km von Berlin), zu frustrierend und zu gefährlich. Dann lieber auf ein kommerzielles Fahrertraining sparen und den eigenen Möglichkeiten und Kenntnissen entsprechend betreut werden. Das wäre auch meine Empfehlung für alle anderen NOS-Rookies.

Wichtig: Das Fahren mit dem Simulator (z.B. GT6 auf der PS3 mit Lenkrad und Pedalen) hilft enorm, um die Strecke zu lernen. In der Realität ist aber vieles anders: Die Anfahrt zur Aremberg-Kurve hinter dem Schwedenkreuz z.B. ist überraschend kurz, es gibt heftige Senken ("Kompressionen"), die die Simulation nicht vermittelt, und man "fühlt" halt nix... In meinem Fall kann ich nach der ersten Gewähnungsrunde die Linie wegen des Simulatortrainings im Schlaf, aber nicht die Geschwindigkeiten und die Bremspunkte! Da geht man vor einer Kurve in die Eisen, weil die Simulation das verlangt, aber in der Realität kannst Du ruhig "voll" fahren. Und umgekehrt, was spannender ist [-X

Zur Technik des GT noch ein paar Worte:

Mitsublue hat ja schon einiges geschrieben, das ich ergänzen bzw. auch ein wenig geraderücken möchte.

* Reifen: Ich fahren Michelin Supersport Strassenreifen. Das ist eine gute Wahl, die vertragen auch nasse Strassen und sind im Trockenen sehr gut zu händeln und haben viel Grip.

* Reifendruck: Nach Rücksprache mit den "Füchsen" vom DSK soll man den Reifendruck reduzieren, weil die Räder (Reifen, Felgen, Bremsen) sich durch die dynamische Belastung erheblich stärker als im Strassenbetrieb erwärmen. Dadurch wird die Aufstandsfläche kleiner, was den Grip reduziert.
Das gilt für die NOS wie für alle anderen Rennstrecken auch. Meine Erfahrung bestätigt das; klar fahren sich die Aussenflanken der Vorderreifen stärker ab, aber dafür hat man auch mehr Grip. Am Besten stellt man erstmal den "Seriendruck" untere Grenze ein (2,2/2,0), fährt eine flotte Runde und korrigiert dann bei warmen Rädern wieder auf diesen Druck. Wer auf Nummer Sicher gehen will, addiert halt die 0,6 Bar für >190 Km/h hinzu, kommt auf der Strecke aber eher selten vor (Döttinger Höhe ist ja nicht offen).

* Motor / Motorleistung: Ich bin mit 1,5 Bar Ladedruck ab ca. 4000 U/min unterwegs. Darunter verhält sich der Motor wie mit den 13G und dem damit erreichbaren Druck. Nur brauchst Du das auf der NOS eigentlich kaum, ausser vielleicht bei der Anfahrt zum Schwedenkreuz, im Klostertal oder hinter Ex-Mühle oder Berkwerk, wo es steil hochgeht. Wenn Du aber auf der richtigen Linie bist und die Einlenk- und Bremspunkte triffst, spielt die Leistung ganz klar eine untergeordnete Rolle (s.u.). Kühlprobleme gab es keine (Mishimoto Wasserkühler, Ölkühler nach vorne gesetzt), allerdings waren es auch nur max. 20° Außentemperatur.

* Gewicht: Abspecken. Querdynamik ist hier alles. Vorne leichter machen. Alles rausräumen. Vorher Diät machen :shock:

* Fahrwerk: Nach inzwischen einigen Rennstrecken, die ich befahren habe, komme ich zu dem Schluss, dass das Serienfahrwerk nicht ausreichend ist, wenn man sportlich unterwegs sein will. Ich bin an die Grenzen gegangen (und einmal drüber und habe ihn wieder einfangen müssen), er untersteuert erst, aber ggf. kommt auch mal das Heck. Die DSKler mit den KW-Fahrwerken etc. sind da m.E. besser unterwegs. Ich würde mir wünschen, mehr negativen Sturz vorne und hinten fahren zu können (nicht hinten positiv), was nicht mit einem KW allein erreichbar wäre, aber eine Optimierung der Dämpferhärte nach Zug und Druck getrennt würde vermutlich einiges bringen. Aber wer will sich den Aufwand machen? Ich nicht, zumal ich keine belastbaren Erkenntnisee habe, sondern nur mein Bauchgefühl.

* Bremsen: Die sind das A&O. Meine STOPTECH vorne mit FERODO DS2500 funktionieren tadellos! Ein einziges Mal kam das ABS, beim Anbremsen der Aremberg-Kurve im Nassen. Funktioniert also auch.

* Antrieb: Ich habe eine Sportkupplung und ein erleichtertes Schwungrad sowie einen ShortthrowShifter. Inzwischen schaltet sich das Getriebe auch wieder sauber, und wenn man die Linie auf der NOS trifft, muss man nie in den 2. Gang runter. Trotzdem hat man mit dem Handling des Autos auf dieser komplizierten Strecke schon alle Hände voll zu tun, sodass man hier sehr gut ein sequentielles Getriebe oder zumindest so eine schöne Mechanik mit einem hochgesetzten Schaltknüppel gebrauchen könnte. Bin für Angebote offen 8)

Am Ende werden wir aus einem 3000GT keinen Porsche 911 GT3 machen, fürchte ich. Der einzige Lambo im Feld musste übrigens mit irgendwelchen technischen Problemen aufgeladen werden - wir aber nicht!

In diesem Sinne ein schönes und knitterfreies Wochenende,
Stefan B.

PS: Jetzt scheint natürlich die Sonne, haha.

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sbrunthaler
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Re: Nürburgring Nordschleife

Beitrag von sbrunthaler » 30. Jul 2016 20:26

Nachtrag: Heute beim Losfahren war mein rechter Hinterreifen platt.

Aber oh Wunder: Im Gewerbegebiet neben der Nordschleife gibt's einen Reifenhandel, der eine Notrufnummer im Fenster hängen hat. Und der Chef kam persönlich und das Loch geflickt (Schraube "aufgesammelt").

Und gute Fachgespräch gab's gratis dazu.

Www.tyre-trade-center.de ist sehr zu empfehlen.

Grüße
Stefan B.

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Re: Nürburgring Nordschleife

Beitrag von viper.dr » 31. Jul 2016 10:21

sbrunthaler hat geschrieben:Nachtrag: Heute beim Losfahren war mein rechter Hinterreifen platt.

Aber oh Wunder: Im Gewerbegebiet neben der Nordschleife gibt's einen Reifenhandel, der eine Notrufnummer im Fenster hängen hat. Und der Chef kam persönlich und das Loch geflickt (Schraube "aufgesammelt").

Und gute Fachgespräch gab's gratis dazu.

http://Www.tyre-trade-center.de ist sehr zu empfehlen.

Grüße
Stefan B.
Glück muss man haben. ;-)

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Terranigma
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Re: Nürburgring Nordschleife

Beitrag von Terranigma » 1. Aug 2016 09:53

Meine erste Erfahrung auf der NOS mit dem GT, war quasi genau so!
Wir waren zum Sport 1 Trackday dort und haben an der 1/8 Meile und anschließend an dem Touristen-Tag teilgenommen.

Da dort einige erfahrene Kumpels unterwegs waren, war mein Blick alle 2-3 Sekunden auf die Spiegel gerichtet, was das ganze natürlich nochmal richtig erschwert hat!
Die Strecke ist ja dermaßen unübersichtlich das man sich kaum was traut...

Auf der hälfte der Fahrt hat sich zu allem Übel noch meine Kupplung verabschiedet \:D/

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Re: Nürburgring Nordschleife

Beitrag von sbrunthaler » 1. Aug 2016 14:48

Und hier noch ein Video von einem der Teilnehmer, mit dem ich mich auch mal kurz unterhalten habe. Der ist regelmäßig auf der NOS.

Fährt einen 911 GT3; er räumt im Video die anderen Teilnehmer so überirdisch ab, dass man es kaum glauben kann - vor allem, weil die alle immer noch flotter als ich unterwegs waren ](*,)

Aber Ihr könnt Euch ein Bild machen, warum man ständig in den Rückspiegel schauen muss; er geht einfach davon aus, dass es sich schon irgendwie ausgeht.

https://youtu.be/FwMa8N-vXvs

Viel Spass beim Anschauen!

Grüsse
Stefan B.

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Re: Nürburgring Nordschleife

Beitrag von LotharG. » 2. Aug 2016 20:59

Der GT3 vom Holger Schnautz war einmal auch an mir vorbeigeflogen.
Ohne Streckenkentniss ist die Nordschleife eine harte Nummer.
370 Fahrzeuge, das hatte ich nicht erwartet.
Massenhaft GT3, R8, Semislicks, Schaltpaddel usw.
Und ich stand da mit einer 21 Jahre alten Reisschüssel auf der Döttinger Höhe zum "Erfahren" der Nordschleife.
Die Einführungsrunde war auf trockener Fahrbahn noch gut zu fahren.
lg lothar

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Re: Nürburgring Nordschleife

Beitrag von sbrunthaler » 3. Aug 2016 12:43

Meine kritischen Hinweise wurden vom DSK aufgenommen und sollen beim
nächsten Trackday berücksichtigt werden. Ich bleibe da mal dran.

Gruss
Stefan B.

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LotharG.
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Re: Nürburgring Nordschleife

Beitrag von LotharG. » 3. Aug 2016 22:09

Hallo zusammen,

der 3000GT ist seit gestern wieder zuhause.
Ich habe mir heute meine Bremsscheiben vorne angeschaut und war positiv überrascht.
Die sind nicht blau angelaufen, haben keine Risse, die sehen aus wie neu ;-) .
Das hatte ich nach dem harten Fahren auf der Nordschleife nicht erwartet.
Ich hatte in der ersten und zweiten Runde bei Bedarf voll verzögert, ABS funktioniert \:D/ .
Feeding der Bremsen vorne sind bei hoher Beanspruchung auf einer Rennstrecke beim GT normal.
Das Fahren war in den folgenden Runden anstrengend geworden.
Die Unfälle verursachten zeitliche Verzögerungen. Alle Fahrer der Gruppe 1 hatten bis Mittags mal gerade 2 oder 3 Runden fahren können.
Das konnte man beim nächsten Durchgang bei dem "freien Fahren und Erfahren der Strecke" erkennen.
Stefan war einige Fahrzeuge hinter uns, die Meute mit den Messer zwischen den Zähnen rauschte durch das Feld.
Mal normal schnell bis zum Bremspunkt fahren und dann einlenken auf der Ideallinie kaum noch möglich.
Einmal rechts blinken um einen viel schnelleren GT3 durchzulassen bedeutete für die wilde Meute dahinter den Freibrief.
Mach sein das man ohne Erfahrung auf der Nordschleife nicht viel bestellen kann.
Eine gerade Strecke mit voll beschleunigen gibt es wohl nur am Schwedenkreuz.
Da kann man mal auf Sicht voll beschleunigen.
Ansonsten muss man vor Kuppen anbremsen und dann einlenken, wohin einlenken kann man aber nicht erkennen.
Wie allgemein bekannt ist der 3000Gt mit seinem Serienfahrwerk im Grenzbereich harmlos zu fahren.
Im starken Regen fuhr ich vorsichtig, die Flitzer mit den Semislicks rutschten erbärmlich.
Meine Michelin SP Sport hatten nach dem Absenken des Luftdrucks ein gutes Fahrverhalten.
Gruß Lothar


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Re: Nürburgring Nordschleife

Beitrag von Kuschi643 » 9. Aug 2016 20:32

...echt schöne Bilder =D>

MFG,
Jens 8)

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Re: Nürburgring Nordschleife

Beitrag von eagledriver » 10. Aug 2016 10:22

hallo Lothar,
Super Fotos! Ihr macht eine gute Figur =D> .
Ca 15 Meter von Deinem linken Vorderrad, da wo man das Stückchen Wiese sieht, (1. Bild) habe ich in den 70er Jahren gezeltet. Wir waren schon immer Donnerstags mitten im Karussell um den besten Platz zu ergattern. Die Eltern meines Freundes aus Herschbroich, (ein Ort, der mitten in der Strecke liegt - ca 1km vom Karussell entfernt), betrieben ca 20 Wurstbuden auf der Nordschleife, so hatten wir überall Zugang. Bescheidene, ca 60 cm hohe Leitplanken trennten uns damals von den Idolen wie Niki Lauda etc beim Formel Eins Rennen - mehr nicht. Unglaublich, aber wahr..einer aus unserer Gruppe hatte sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag dermaßen die Kante gegeben das er die Böschung runterrollte und tatsächlich mit seinem Kopf unter der Leitplankte direkt neben der Piste lag....und weiter schlief :roll: während die Boliden ca einen Meter an ihm vorbeirauschten. Streckenordner...? 8-[ gabs da keine! Fiel mir gerade ein als ich Deine schönen Bilder sah. \:D/ Jaja, die guten alten Zeiten....

Gruß
eagledriver

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Re: Nürburgring Nordschleife

Beitrag von sbrunthaler » 11. Aug 2016 13:55

Bild

Bild

Neues Modell, gleiche Probleme.

:)

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Re: Nürburgring Nordschleife

Beitrag von sbrunthaler » 26. Dez 2016 15:15

Hallo zusammen,

habe mich zu einem Fahrertraining auf der Nordschleife angemeldet, das mit Instruktionen usw. läuft. Vielleicht kommt da mehr Rum (gemeint war natürlich "herum") als beim DSK.

http://www.nuerburgring.de/fahren-erleb ... fe-xl.html

Termin Anfang Juli. Teurer Spaß, aber vielleicht ja sein Geld wert. Wenn jemand mit will, schnell anmelden!

Grüße
Stefan B.

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