Leistungssteigerung durch Zusatzsstoffe

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Blackfly
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Leistungssteigerung durch Zusatzsstoffe

Beitrag von Blackfly » 1. Feb 2008 23:21

In diesem Thema soll es um Leistungsteigerung gehen die man durch einspritzen von Zusatztstoffen erreicht werden.

Die Wasser/Alkohol Einspritzung:
Durch zusätzliches einspitzen eines Gemischs aus Wasser und Alkohol wird beim Verdampfen des Gemischs eine niedrigere Lufttemperatur erreicht. Dadurch kann der Ladedruck erhöht werden. Zusätzlich erhöht der Alkohol die Oktanzahl was den Klopfpunkt deutlich erhöht.

Dazu kann uns sicher SteirAir genaueres sagen und spähter auch einen Erfahrungsbericht Posten.

Die NOS oder NX Einspsrizung:
In der Antriebstechnik, etwa bei PKW, wird Distickstoffmonooxid (im Jargon Nitro genannt) zur Steigerung der Motorleistung von Ottomotoren verwendet, da es mehr Sauerstoff enthält als Luft. 21% vs. 33% . Diese sogenannte Lachgaseinspritzung erfordert nur relativ geringe konstruktive Änderungen am Motor und kann seine Leistung kurzfristig um ca. 20 bis 50 % steigern. Das „Nitro“ wird dabei aus Druckbehältern in den Ansaugtrakt geblasen. Dieses Tuning ist vor allem in den USA verbreitet, seine Verwendung im öffentlichen Straßenverkehr ist aber sowohl dort als auch in Deutschland und den meisten anderen Ländern verboten. Die bekanntesten Hersteller von Lachgaseinspritzungen sind NOS, NX und Venom.
Durch eispritzen von Lachgas wird die Ladeluft ebenfals deutlich reduziert. Das Lachgas besitzt zwei besondere Eigenschaft, zum einen die Expansions-Abkühlung und zm andern den zusätzlichen Sauerstoff. Durch den so zusätlich zugeführten Sauerstoff kann auch mehr Treibstoff zugeführt werden. Der Efekt brauch ich ja nicht zu erklären.

Einsprizen Von Methanol:
Durch direkte Verbrennung von Methanol. Durch die Hydroxylgruppe und der damit verbundenen Teiloxidation des Kohlenstoffes ist der Brennwert etwas geringer als bei nichtoxidierten Kohlenwasserstoffen. Methanol (CH4O beziehungsweise formal CH3OH) setzt bei der Verbrennung eine Energiemenge von ca. 725 kJ/mol [8] (Verbrennungsenthalpie) frei, während Methan (CH4) eine Energiemenge von 890 kJ/mol [9] freisetzt bei gleicher CO2-Menge je mol eingesetztem Brennstoff. Im Motorsport wird es, aufgrund der hohen Oktanzahl, unter anderem als Treibstoff für Motoren der amerikanischen Champ Cars, Tractorpulling, Motorrad Speedway und in Dragster-Rennen eingesetzt. Methanol weist gegenüber Erdgas den Vorteil auf, dass es als Flüssigkeit gut speicherfähig und transportabel ist. Folgende Vorteile würde Methanol als Kraftstoff aufweisen

1.Es kann preiswert aus Erdgas oder Kohle hergestellt werden.
2.Es ließen sich Motoren bauen, die einen um 30 % höheren Wirkungsgrad gegenüber Benzinmotoren aufweisen.
3.Die Umwelteigenschaften sowohl des Kraftstoffes als auch der Verbrennungsprodukte wären besser als beim Benzin.

Nachteil ist eine höhere termische Belastung. Kennfeldumstellung ?

Durch Veresterung von Methanol mit Rapsöl wird Biodiesel gewonnen. Methanol wird zum einen seitens der Raffinerien herkömmlichen Ottokraftstoffen, insbesondere dem bleifreien Benzin als Zusatz bis 5% beigefügt, um die Klopffestigkeit zu erhöhen, kann aber andererseits auch direkt als Kraftstoff genutzt werden. Früher wurde es auch als Raketentreibstoff verwendet. Heute ist es als chemischer Träger von Wasserstoff für Brennstoffzellen von wissenschaftlichem Interesse

Und dann wäre da noch die Nitomethan Einspritzung:
Nitromethan ist eine farblose, schwach riechende, leicht entzündliche Flüssigkeit mit einem Schmelzpunkt von -29 °C und Siedepunkt von 100,8 °C. Die Dämpfe wirken auf das Zentralnervensystem, längere Exposition oder Verschlucken führen zu Leber- und Nierenschäden. Nitromethan ist in Wasser begrenzt löslich. Bei der Handhabung sind Sicherheitsregeln zu beachten, da Nitromethan detonationsfähig ist. Zwar ist die mechanische Empfindlichkeit sehr gering, im unreinen Zustand oder als Mischung mit anderen Stoffen, z.B. Aminen, kann jedoch die Empfindlichkeit erhöht sein

Beim Modellbau werden für RC-Cars und Flugmodelle meist Glühzündermotoren mit Methanol/Nitromethan-Gemisch eingesetzt.

Im Motorsport wird ein Gemisch aus Methanol mit bis zu 85 % Nitromethan für die Top-Fuel Dragster-Fahrzeugklasse als Treibstoff verwendet. Es kommen dabei PKW-Ottomotoren zum Einsatz, wobei der Aufwand für die Modifikation vergleichsweise gering ist. Weitergehende Umstellungen der Kennlinie, wie etwa bei reiner Methanol-Feuerung, sind hier nicht erforderlich.

Als Modellbauer kann ich Sagen das je mehr Nitromethan zugefügt wird, die thermische belasrung enorm zu nimmt. Das Zünden wird schwieriger und es kann zu Zündaussetzern bei niedriger Drehzahl kommen. ich fahre mein RC-Car mit ca. 27% Nitroanteil. Die Leistungsausbeute ist enorm hoch, die hitzeentwicklung leider auch. Die Kühlung ist das grösste problem.
die Folgen von überbelastung mit diesem Brennstoff dürfte jedem klar sein.

Weiss noch jemand möglichkeiten zur Leistungsteigerung mit Zusatzstoffen oder hat erfahrungen damit?

lg sascha

SteirAIR
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Re: Leistungssteigerung durch Zusatzsstoffe

Beitrag von SteirAIR » 3. Feb 2008 07:55

Mit drei Dingen hab ich Erfahrung.

1.) Wassereinspritzung.
Meiner Meinung nach für augeladene Motore Pflicht. Es gibt auch kaum mehr
ein seriöses Tuning Projekt das diese Technik nicht nutzt.
Leistungssteigerung indirekt, als durch absenken der Temperatur im
Ansaugtrack. Dadurch kann man aber mehr Ladedruck und mehr
Vorzündung fahren und so ergibt sich wieder Mehrleistung

2.) Rennsprit.
Echter Rennsprit wirkt bei einem GT Wunder wenn die Vorraussetzungen passen.
Also Ladedruck rauf, Zündung auf vor, ideal wäre noch mehr Verdichtung.
Allerdings kostet ein C14 oder Elf Pedant eine Lawine, ist also kaum WIrtschaftlich.
Einsatz eigentlich nur für Viertelmeile Rennen.

3.)Lachgas NOS
Lachgas ergibt ordentlich Mehrleistung. Der Einbauaufwand ist allerdings je nach
Motor keine Kleinigkeit mehr. Und, eine gutes System kostet Geld. Und nur ein
gutes System ist sicher. Nicht wenig Garagendächer sind weggeflogen wenn es
bei Lachgas zu einem Rückschlag etc. kommt.
Das nächste, Lachgas ist nur begrenzt. Mit einer großen Flasche kann man
10 vielleicht 15x Gasgeben, dann ist leer und einen neue Füllung angesagt.
Lachgas nicht fachmännisch verbaut haut den Motor nachhaltig zusammen.
Ich greif das Zeug nicht an.

Wenn GT Tuning dann meiner Meinung ein komplettaufbau für richtig Leistung <600 PS und mehr
oder eine bewährte Zusammensetzung.

460er oder 550er Düsen, Apexi Neo, stärkere Benzinpumpe, Blow Off, elektr. Ladedruckcontroller,
Wasser Einspritzung, Down Pipe, offene Auspuffanlage, Rennkats, und größere
Ladeluftkühler. Wer zuviel Kohle hat noch die T13 WRX Hybrid Lader von Rob Beck.
Eventuell noch eine standfeste Kupplung.

Das reicht für standfeste 500 PS am Motor und eine sehr klein gewordene Gegnerschaft.
Das ganze Paket gibts um ca. 3-4000 Dollar, billiger, besser und effektiver kann man kaum
tunen. Das ganze ist Standfest und Stadttauglich.

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